Handy am Steuer, Sekundenschlaf und Co. Alte Kfz-Tarife und die grobe Fahrlässigkeit

Eine Autofahrerin nutzt ihr Handy am Steuer: Auch gegen Unfälle wegen grober Fahrlässigkeit kann man sich absichern.
Eine Autofahrerin nutzt ihr Handy am Steuer: Auch gegen Unfälle wegen grober Fahrlässigkeit kann man sich absichern. © Getty Images

Einmal kurz aufs Handy geschaut und schon ist es passiert – man fährt über eine rote Ampel und es rumst. Wer wegen solch eines grob fahrlässigen Verhaltens einen Unfall verursacht, riskiert seinen Versicherungsschutz. Es sei denn, man hat einen Tarif abgeschlossen, bei dem der Versicherer auf die Einrede der groben Fahrlässigkeit verzichtet.

| , aktualisiert am 14.02.2017 13:48  Drucken

In den meisten neuen Kfz-Versicherungsverträgen ist die sogenannte Verzichtsklausel bereits enthalten. Bei Altverträgen ist das oft anders, hier sollten Kfz-Versicherte ihren Vertrag prüfen und, wenn gewünscht, den Schutz nachbessern. Dann leistet der Versicherer auch, wenn der Kunde einen Unfall wegen grober Fahrlässigkeit verursacht.


In der Klausel heißt es genau: „Wir verzichten darauf, grob fahrlässige Herbeiführung des Versicherungsfalls einzuwenden.“ Somit erstattet der Versicherer in fast jedem Fall die gesamte Summe, berichtet das Vergleichsportal Top Tarif.


„Ausgenommen von der Klausel sind hingegen Schäden aufgrund von Alkohol- oder Drogeneinflusses. Diese schließen Kfz-Versicherer grundsätzlich aus“, stellt Arnd Schröder, Geschäftsführer des Vergleichsportals, allerdings klar.
Der Extraschutz ist kaum teurer, wie eine Top-Tarif-Auswertung zeigt: Die Differenz zwischen Tarifen mit und ohne die Verzichtsklausel liegt durchschnittlich bei rund 2 Prozent.

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