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Gesundheit, Finanzen, soziale Kontakte So ticken die „Rentner von morgen“

Was erwartet einen wohl in der Zukunft? Einer aktuellen Studie zufolge blicken die meisten der heute 40 bis 55-Jährigen eher pessimistisch auf ihren Lebensabend.
Was erwartet einen wohl in der Zukunft? Einer aktuellen Studie zufolge blicken die meisten der heute 40 bis 55-Jährigen eher pessimistisch auf ihren Lebensabend. © Getty Images

26 Prozent der heute 40- bis 55-Jährigen gehen davon aus, im Alter große Probleme zu haben. In mindestens zwei der drei zentralen Lebensbereiche Gesundheit, Finanzen und soziale Kontakte sehen sie pessimistisch in die Zukunft. Nur 18 Prozent der „Rentner von morgen“ blicken optimistisch auf ihr Alter. Das ist das Ergebnis einer Studie des Sinus-Instituts im Auftrag der Initiative „7 Jahre länger leben“.

21.04.2017 09:40  Drucken

Insgesamt gehen 58 Prozent der Befragten davon aus, in wenigstens einem der zentralen drei Lebensbereiche später Probleme zu haben. „Besorgnis erregend ist aber, dass 26 Prozent in zwei oder sogar drei Gebieten mit großen Schwierigkeiten rechnen“, sagt die Direktorin Sozialforschung am Sinus-Institut, Silke Borgstedt. „Wenn die Befürchtungen dieser Menschen sich bewahrheiten, dann entsteht hier eine große Problemgruppe.“

Faktoren für das gute Alter: Gesundheit, Geld, Freunde und Familie

So zeichnet sich unter den fast 20 Millionen Menschen, die heute zwischen 40- und 55 Jahren alt sind, eine scharfe Polarisierung ab. „Mit Blick auf ihre Zukunftserwartungen leben die Menschen teilweise in ganz unterschiedlichen Welten“, sagt Borgstedt. Nur 18 Prozent der zukünftigen Rentner sehen sich besonders gut aufgestellt – haben also in wenigstens zwei von drei Bereichen positive Erwartungen.

Viele der erwarteten Probleme haben dabei mit der heutigen Lebenssituation zu tun: „Die Menschen, die heute wenig körperlich aktiv sind, machen sich Sorgen um ihre Gesundheit von morgen“, sagt Borgstedt. Wer sich heute nicht um Freunde und Familie kümmere, sehe sich auch im Alter eher einsam. „Und wer nicht spart oder sparen kann, der fürchtet um seine finanzielle Sicherheit in der Rente“, erklärt die Sozialforscherin. Trotzdem schafften es viele nicht, den aktuellen Zustand zu verändern – sei es aufgrund fehlender Ressourcen oder durch das Aufschieben von wichtigen Entscheidungen und Verhaltensänderungen.

Jeder Dritte erwartet finanzielle Probleme, jeder Zehnte Einsamkeit

Am häufigsten rechnen die „Rentner von morgen“ mit gesundheitlichen Problemen im Alter. „38 Prozent der Befragten gehen davon aus, dass ihr körperlicher Zustand im Alter schlecht sein wird“, sagt die Expertin. Dass sie sich im Alter eine gute Gesundheit freuen dürfen, glauben nur 14 Prozent.

Etwas größer ist der Optimismus bei den Finanzen: Immerhin ein Viertel der Befragten erwartet in der Rente eine gute finanzielle Situation. 37 Prozent rechnen hier allerdings mit Problemen. „Darunter sind auch viele Menschen mit durchschnittlichem oder überdurchschnittlichen Einkommen, die erwarten, ihren Lebensstandard nicht halten zu können“, erklärt Borgstedt.

Sicherheit gibt vielen aber ihr soziales Netz: Jeder Dritte geht davon aus, auch im Alter gute Kontakte zu Freunden und zur Familie zu haben. Gut jeder Zehnte erwartet jedoch, im Alter einsam zu sein.

So schätzen die heute 40- bis 55-Jährigen ihr Leben im Alter von 75 Jahren ein (in Prozent)

Quelle: Sinus Institut
Quelle: Sinus Institut

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