Hermann Schrögenauer ist Vertriebsvorstand der Lebensversicherung von 1871 (LV 1871) in München. © LV 1871
  • Von Redaktion
  • 24.11.2020 um 11:33
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Wie geht es für die Versicherungsbranche nach dem „Seuchen-Jahr“ 2020 weiter? 2021 wird geprägt sein von einem neuen Bewusstsein fürs Sparen und Vorsorgen, aber auch für die unabhängige und persönliche Beratung, ist Hermann Schrögenauer überzeugt. In seinem Ausblick auf das kommende Jahr hat der Vertriebsvorstand der LV 1871 fünf Themen zusammengestellt, die die Branche bewegen werden.

Corona wird das Sparen branchenweit wieder beflügeln und zu einer vermehrten Nachfrage nach biometrischer Absicherung und einer steigenden Relevanz von Altersvorsorge führen. Gleichzeitig muss in den Köpfen von Verbrauchern, Vertrieb und Versicherern ankommen: Rendite ist das neue Zinsäquivalent und Versicherung wird zum Investment. Kunden erkennen in diesen Zeiten mehr denn je zuvor, wie wichtig dabei die persönliche und passgenaue Beratung durch einen unabhängigen Makler ist; die Ausschließlichkeit verliert mehr und mehr ihre Daseinsberechtigung.

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Diese 5 Themen wird die Versicherungsbranche 2021 bewegen:
  1. Corona als Booster für die Altersvorsorge

Die Corona-Pandemie wirkt in der Versicherungsbranche wie ein Booster für die Altersvorsorge, da sie dem Gedanken an Absicherung eine prominente Bühne gibt. Die Endlichkeit des eigenen Lebens ist derzeit für viele omnipräsent und stellt die Relevanz biometrischer Versicherungen in den Vordergrund. Auch finanzielle Vorsorge rückt mehr in den Fokus – die Menschen wollen für zukünftige Situationen mit einem Notgroschen abgesichert sein. Die LV 1871 erwartet daher auch fürs kommende Jahr eine steigende Nachfrage.

  1. Renditen werden zu Zinsäquivalenten

Nach Einschätzung der LV 1871 müssen Renditen in Zeiten von Niedrigzinsen zu Zinsäquivalenten werden. Die Empfehlung des Versicherers lautet daher: Versicherungsprodukte müssen künftig als Teil des Finanzplans mitgedacht werden. Denn Versicherungen, die auch Investment können, bieten Kunden das Beste aus zwei Welten: eine Versicherung mit langfristiger Anlagestruktur und großer Diversifizierung als rechts- und steuerkonforme Anlage mit einem deutlichen Renditevorteil nach Kosten und Steuern. Zudem ermöglicht die Anlage über einen Versicherer eine andere Besteuerung während der Ansparphase und bei der Auszahlung im Vergleich zu einem direkten Investment.

  1. Die Lebensversicherung lebt

Mit Ankündigung der Abschaffung der Beitragsgarantie mischte die Allianz als Marktführer im Oktober die Versicherungsbranche auf. Nach Einschätzung der LV 1871 war dies ein absehbarer Schritt, dem im kommenden Jahr sicherlich weitere Versicherer folgen werden. Der Grund: die Niedrigzinsphase. Eine angemessene Performance sieht die LV 1871 nur in Verbindung mit der Beimischung renditestarker Anlageklassen wie Aktien und Unternehmensanleihen. Eine breite Streuung verbunden mit langer Laufzeit ist dabei der risikominimierende Faktor. Verbraucher müssen anfangen umzudenken und Sicherheit gegen Rendite abzuwägen. Mehr Investment-Gene können den Deutschen nicht schaden. Gleichzeitig ist die Politik aufgerufen, private Altersvorsorge endlich steuerlich zu begünstigen.

  1. Weiße Weste und Prävention machen Berufsunfähigkeitsversicherung zukunftsfähig

Der Wettbewerb um Preise und Bedingungen bei Berufsunfähigkeitsversicherungen (BU) hinterlässt Spuren bei den Versicherern. Während einige Versicherer die Hürden bei der Risikoprüfung enorm weit nach unten legen, drehen andere Anbieter an der Leistungsschraube. Doch keine der beiden Varianten ist im Sinne der Versicherungsnehmer. Bei der LV 1871 setzen wir deshalb auf die sogenannte weiße Weste: Damit ist man bei Berufsunfähigkeit versichert, was auch kommt – wir haben Spaß an Leistung. Gemeint ist nicht nur der klassische Leistungsfall. Eine BU ist nämlich erst dann gut, wenn sie schon vor dem Worst-Case-Szenario greift. Die LV 1871 setzt daher auch 2021 auf Prävention und mentale Gesundheit.

  1.  Das Ende der Ausschließlichkeit naht

Banken erreichen ihre Kunden kaum mehr. Ausschließlichkeitsvermittler stehen im Lager der Versicherer und können ihre Kunden nicht umfassend und individuell beraten. Unabhängige Makler haben daher als einzige die Chance langfristig am Markt zu bestehen. One-Size-Fits-All-Lösungen sind bei der privaten Vorsorge der falsche Weg. Die Angebotspalette muss genauso individuell sein wie die Bedürfnisse der Kunden. Wir brauchen heute und in Zukunft keine Produktverkäufer, sondern unabhängige Makler, die – weil sie auf der Seite des Kunden stehen – differenziert beraten und passgenaue Lösungen anbieten.

kommentare
Tobias G. Bekker
Vor 11 Monaten

Den Abgesang auf die Ausschließlichkeit mit dem Argument der objektiven Beratung durch Makler zu begründen ist sehr gewagt und ist offensichtlich vertriebspolitisch motiviert.
Ich erlebe genau das Gegenteil!
Es werden die Kümmerer mit Empathie und Fachwissen überleben, völlig egal in welchem Vermittlerstatus.

    André Gehrke
    Vor 11 Monaten

    Ich kann da absolut zustimmen! Den Abgesang gibt es seit Jahren, aber die Kunden gehen ihren eigenen Weg! Und der ist der vertraute Weg! Egal welcher Vertriebsweg

Ralf Hammann
Vor 11 Monaten

Totgesagte leben länger!
Seit den 80ern immer wieder die Headlines das die AO aussterben! Erst waren es die ausländischen Versicherer die uns den Garaus machen sollten. Dann die Direktversicherer… dann die StartUps und Insurtechs und dazwischen immer wieder die Makler!
Marginale Verschiebungen der Marktanteile und Abermillionen in verschiedenste andere Ideen versenkt! Das, und nichts anderes, war die Vergangenheit!
Die Gegenwart sind sinkende Vermittlerzahlen sowohl bei der AO als auch bei den Maklern!
Allerdings verlieren die Makler mehr als die Ausschließlichkeit!
Warum ? Weil es ebensolch auch im Geschäftsleben eine hohe Loyalität gibt! Und weil die Kundschaft lieber mit jemandem zu tun hat der nicht ständig das Pferd wechselt!
Sorry , Hermann aber da bist du auf dem Holzweg!
Grüße
Ralf

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Tobias G. Bekker
Vor 11 Monaten

Den Abgesang auf die Ausschließlichkeit mit dem Argument der objektiven Beratung durch Makler zu begründen ist sehr gewagt und ist offensichtlich vertriebspolitisch motiviert.
Ich erlebe genau das Gegenteil!
Es werden die Kümmerer mit Empathie und Fachwissen überleben, völlig egal in welchem Vermittlerstatus.

    André Gehrke
    Vor 11 Monaten

    Ich kann da absolut zustimmen! Den Abgesang gibt es seit Jahren, aber die Kunden gehen ihren eigenen Weg! Und der ist der vertraute Weg! Egal welcher Vertriebsweg

Ralf Hammann
Vor 11 Monaten

Totgesagte leben länger!
Seit den 80ern immer wieder die Headlines das die AO aussterben! Erst waren es die ausländischen Versicherer die uns den Garaus machen sollten. Dann die Direktversicherer… dann die StartUps und Insurtechs und dazwischen immer wieder die Makler!
Marginale Verschiebungen der Marktanteile und Abermillionen in verschiedenste andere Ideen versenkt! Das, und nichts anderes, war die Vergangenheit!
Die Gegenwart sind sinkende Vermittlerzahlen sowohl bei der AO als auch bei den Maklern!
Allerdings verlieren die Makler mehr als die Ausschließlichkeit!
Warum ? Weil es ebensolch auch im Geschäftsleben eine hohe Loyalität gibt! Und weil die Kundschaft lieber mit jemandem zu tun hat der nicht ständig das Pferd wechselt!
Sorry , Hermann aber da bist du auf dem Holzweg!
Grüße
Ralf

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