Online-Marketing-Experte MarKo Petersohn. © privat
  • Von Redaktion
  • 09.03.2021 um 12:19
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Seit Jahren wird Facebook für tot erklärt. Warum das nicht so ist beweist Online-Marketing-Experte MarKo Petersohn in seinem heutigen Artikel. Und erklärt Ihnen außerdem, was Sie mit diesem Wissen anfangen können.

Anfang Februar schulte ich mal wieder die Mitarbeiter einer Versicherung zu Social Media allgemein. Dabei stellte ich die relevanten Plattformen einzeln vor und welches Potenzial sie heute und in Zukunft haben. Selbstverständlich war auch Facebook ein großes Thema. Und ich kann fast die Uhr danach stellen, dass sich nach wenigen Minuten jemand meldet und erklärt: „Facebook ist doch tot.“ oder etwas in dieser Art. Zumindest wird voller Überzeugung erklärt, dass Facebook nichts bringt und sowieso keine Zukunft hat.

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Interessanterweise kommt das immer von Leuten, die sich vorher noch gemeldet haben, wenn ich frage: „Wer von Ihnen ist auf Facebook aktiv?“ Wenn ich dann nachfrage, wie man denn auf diese Idee kommt, dann wir auch erklärt, dass man früher viel mehr Reichweite hatte und Facebook diese heute ja limitiert.

Es stimmt ja, dass die organische Reichweite auf Facebook geringer geworden ist. Aber das als Beleg dafür zu nehmen, dass Facebook stirbt, ist ungefähr so sinnvoll, wie wenn ich erkläre, dass mein Bäcker bald pleitegeht, weil das unfassbar leckere Walnussbrot, das ich immer kaufe, in letzter Zeit immer ausverkauft ist.

So tot ist Facebook wirklich

Um zu schauen, wie tot Facebook wirklich ist, muss man sich nur drei Grafiken anschauen. Zuerst die Entwicklung der Nutzerzahlen. Und hier sehen wir, dass die Nutzerzahlen weiterhin kontinuierlich wachsen.

Nun werden Sie vielleicht anmerken, dass dies ja die weltweiten Zahlen sind, und für uns aber nur die Zahlen in Deutschland relevant sind. Das stimmt. Aktuell nutzen 60 Prozent der 16- bis 64-jährigen Deutschen Facebook. In absoluten Zahlen sprechen wir von 29 Millionen Nutzern, die im Durchschnitt 11,7 Stunden pro Monat auf Facebook verbringen.  Das erscheint mir ziemlich lebendig, für jemanden, der tot ist.

Natürlich stellt sich nun die Frage, ob die denn auch was mit Versicherungen zu tun haben wollen. Dazu sehen wir uns die Entwicklung der Versicherungsbranche auf Facebook an.

Hier sehen wir zwar, dass das Wachstum sichtbar nachlässt. Allerdings ist das geringere Wachstum auf Facebook (kleine Anmerkung: 2020 hat die Branche über 200.000 Fans hinzugewonnen) immer noch mehr als doppelt so groß, wie auf der zweitbeliebtesten Plattform Instagram. In Zahlen gesprochen: Während die Versicherungsbranche im vergangenen Jahr auf Facebook insgesamt über 200.000 Fans hinzugewonnen hat, gewann sie auf Instagram nicht einmal 100.000 neue Follower hinzu.

Natürlich sind Fan- beziehungsweise Follower-Zahlen kein Erfolgskriterium in den Sozialen Medien. Aber in ihrer Gesamtheit und ihrer Entwicklung geben sie uns Hinweise darauf, wie relevant Plattformen sind. Und Facebook ist ganz offensichtlich weiterhin relevant für die Versicherungsbranche. Denn aus irgendwelchen Gründen entscheiden sich Facebook-Nutzer dazu, Fanseiten von Versicherungen zu liken. Also haben sie offensichtlich Interesse an Versicherungen und Versicherungsthemen auf Facebook.

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