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Deutsches Aktieninstitut fordert „Mit Aktien können wir unsere Altersvorsorge zukunftsfest machen“

Christine Bortenlänger ist geschäftsführender Vorstand des Deutschen Aktieninstituts.
Christine Bortenlänger ist geschäftsführender Vorstand des Deutschen Aktieninstituts. © Deutsches Aktieninstitut

Friedrich Merz hat die Diskussion um eine Förderung von Aktienanlagen für die Altersvorsorge angestoßen, nun sollte man diese nicht abebben lassen. Dafür spricht sich das Deutsche Aktieninstitut aus und fordert hierzu einen „ideologiefreien Dialog“ von der Politik.

| , aktualisiert am 07.01.2019 14:22  Drucken

Das Deutsche Aktieninstitut wünscht sich einen „ideologiefreien Dialog“ zum Thema Aktien in der Altersvorsorge von Politikern in Deutschland. „Der Vorschlag von Friedrich Merz hat das Thema Aktien und Altersvorsorge kürzlich prominent in den Blickpunkt einer breiten Öffentlichkeit gerückt“, sagt Christine Bortenlänger, geschäftsführender Vorstand des Deutschen Aktieninstituts. „Wir begrüßen das, da wir Aktien für einen notwendigen Altersvorsorge-Baustein halten.“

Eine langfristige, breitgestreute Aktienanlage bringe pro Jahr Erträge von 6 bis 9 Prozent, so Bortenlänger weiter. Damit könne man die eigene Altersvorsorge zukunftsfest machen.

Es gelte nun, den richtigen Mix aus Kapitaldeckung und umlagefinanzierter Rente zu finden und ein Gesamtpaket aus gesetzlicher, betrieblicher und privater Altersvorsorge zu schnüren. „Lassen Sie uns darüber diskutieren, in welcher Säule wieviel Kapitaldeckung mit Aktien sinnvoll ist“, so die Forderung Bortenlängers an die Politik.

Blick ins Ausland zur Inspiration

Das Rad müsse dabei gar nicht neu erfunden werden, ein Blick ins Ausland genüge. „Andere Länder wie die Niederlande oder Schweden sind diesen Schritt bereits gegangen, indem sie deutlich mehr als hierzulande in der Altersvorsorge auf Aktien setzen. Der Erfolg gibt ihnen Recht: Beide Länder belegen im innereuropäischen Vergleich beim Nettogeldvermögen Spitzenplätze. Deutschland befindet sich hier höchstens im Mittelfeld“, erklärt Bortenlänger.

Arbeiten müsse man auch daran, die Skepsis der Menschen hierzulande vor Aktienanlagen zu überwinden. In Schweden etwa werde verpflichtend in der gesetzlichen Altersvorsorge ein Teil der Rentenbeiträge in Aktien angelegt.

Beitrag zu mehr Generationengerechtigkeit

„Die Politik soll endlich ideologiefrei und ohne Scheuklappen diskutieren, wie unsere Altersvorsorge durch den Einsatz von Aktien verbessert werden kann. Klar ist jedenfalls, dass wir unseren Kindern nicht immer höhere Rentenbeiträge und Steuerzuschüsse aufbürden können, um die Rente der Eltern und Großeltern zu finanzieren. Mehr Kapitaldeckung in der Altersvorsorge ist deshalb ein notwendiger Beitrag zu mehr Generationengerechtigkeit im deutschen Altersvorsorgesystem“, sagt Bortenlänger.

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