Als Mittel gegen „Die-da-oben“-Stimmung Linke fordert gesetzliche Rente auch für politische Eliten

Will die Elitestellung der Politiker in Sachen Rente auflockern: Matthias Höhn, Bundesgeschäftsführer der Linken.
Will die Elitestellung der Politiker in Sachen Rente auflockern: Matthias Höhn, Bundesgeschäftsführer der Linken. © dpa/picture alliance

Bundestagsabgeordnete sprechen derzeit viel über die gesetzliche Rente – sie beziehen aber keine, wenn sie aus ihrem Beruf ausscheiden, sondern eine „Altersentschädigung“. Nach Auffassung der Linken ist diese Praxis überholt: Die Politiker sollten „ein starkes Zeichen“ gegen eine „Die-da-oben-Stimmung“ setzen und ebenfalls in die Rentenkasse einzahlen, so die Forderung der Partei.

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Dass die Politiker in Deutschland nicht wie die große Mehrheit der Bürger nach ihrer beruflichen Laufbahn eine gesetzliche Rente beziehen, sorge mehr und mehr für Unmut in der Bevölkerung. Das findet Matthias Höhn, Bundesgeschäftsführer der Linken, gegenüber der „Neuen Osnabrücker Zeitung“. Er fordert daher, dass diese Regelung geändert wird.

Zurzeit erhalten Abgeordnete eine „Altersentschädigung“, die dazu dient, Lücken in ihrer sonstigen Versorgung zu schließen, wie Spiegel Online berichtet. Der Bundespräsident bekommt ein Ruhegehalt in Höhe seiner vollen Bezüge – den sogenannten Ehrensold. Dem Bundeskanzler und seinen Ministern stehen wiederum Pensionen und Übergangsgelder zu.

Laut Alterssicherungsbericht 2016 kam im vergangenen Jahr eine Summe von insgesamt 130,5 Millionen Euro für 3.907 Ex-Abgeordnete zusammen.

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