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Etwa 14 Millionen Katzen und 9 Millionen Hunde gibt es in Deutschland. Für die Halter haben die Tiere meist einen hohen emotionalen Wert. © Pixaline/Pixabay
  • Von Karen Schmidt
  • 29.06.2020 um 12:32
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lesedauer Lesedauer: ca. 03:45 Min

Müssen Hund, Katze & Co. zum Tierarzt, kann das schnell teuer werden. Tierkrankenversicherungen können einen Teil der Kosten auffangen. Auch für Makler haben die Policen Potenzial.

In Deutschland gibt es etwa 9 Millionen Hunde und 14 Millionen Katzen. Davon sollen aber nur rund ein bis 3 Prozent krankenversichert sein. In der Gothaer-Studie gaben 83 Prozent der Befragten an, trotz der Vorteile keine Krankenversicherung für ihr Tier abgeschlossen zu haben. Das kann an den Kosten für die Policen liegen. Während die Tier-OP-Versicherung für Hunde zum Beispiel rund 15 bis 20 Euro im Monat kostet, liegt die Tierkrankenversicherung bei rund 40 Euro und mehr – je nach Leistungsumfang.

Der wichtigere Grund für den Nichtabschluss könnte aber das fehlende Wissen darüber sein. Und hier kommen die Makler ins Spiel. „Oft wird das Wohl des Haustiers in der Beratung nicht sonderlich beachtet“, sagt Coenen. „Dabei gibt es kein besseres Produkt, um den Tierbesitzer von seiner Beratungskompetenz zu überzeugen und die Kundenbeziehung zu festigen. Die unter Umständen hohen Tierarztkosten sind in der Finanzplanung des Kunden oft gar nicht berücksichtigt.“

Potenzial für Makler

Makler, die auf diese möglichen Kostenfallen hinweisen, können sich daher in der Gunst der Kunden nach vorne spielen. „Die emotionale Bindung der Menschen an ihre Vierbeiner ist hoch, sie werden oft als Familienmitglieder angesehen“, erklärt DFV-Vorstand Schinnenburg. „Tragen Makler durch die Vermittlung einer entsprechenden Tierkrankenversicherung zu einem zusätzlichen Schutz des Tieres bei, stärkt das auch das Vertrauen der Kunden.“ Ein Geschäftsfeld also, das Maklern hohes Potenzial bietet.

Bei der Vermittlung der Policen gibt es allerdings einiges zu beachten. Etwa das Alter der Tiere. „Je jünger das Tier, desto günstiger ist die Prämie“, sagt Stefan Endlicher von der Abteilung Vertriebssteuerung bei der Helvetia. „Im Umkehrschluss kann eine spätere Beantragung aufgrund des Tieralters oder möglicher Vorerkrankungen zu Prämienzuschlägen führen. So ist zum Beispiel die Annahme ab einem Alter von zehn Jahren anfragepflichtig, ab einem Alter von vier Jahren ist eine Gesundheitsuntersuchung des Tieres obligatorisch“, erklärt der Experte.

Bei Agila und GHV können Hunde jeweils bis zum achten Geburtstag versichert werden, Katzen bis zum zehnten, bei der DFV sind Hunde und Katzen bis zum Ende ihres neunten Lebensjahres versicherbar. Tiere mit Vorerkrankungen oder Tiere, die schon viele OPs hinter sich haben, nehmen die Versicherer nicht an.

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Karen Schmidt

Karen Schmidt ist seit Gründung von Pfefferminzia im Jahr 2013 Chefredakteurin des Mediums.

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