Weniger Neukunden und trotzdem hohe Abschlusskosten So unterscheiden sich die Abschlusskosten im PKV-Vertrieb

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Die Abschlusskosten der Privaten Krankenversicherer waren 2014 so niedrig wie seit zehn Jahren nicht mehr. Dabei weisen die Versicherer jedoch sehr unterschiedliche Zahlen auf. Wer die höchsten und wer die niedrigsten Kosten hat.

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Die Abschlusskosten der Privaten Krankenversicherer (PKV) sanken im vergangenen Jahr um 5 bis 6 Prozent. Das berichtet das Versicherungsjournal und bezieht sich dabei auf Zahlen des PKV-Verbands. Demnach lagen die Abschlusskosten 2014 bei 2,3 Milliarden Euro – der niedrigste Wert seit zehn Jahren. 2011 musste die Branche dafür noch 2,8 Milliarden Euro aufwenden.

Ebenfalls rückläufig: Die Abschlusskostenquote. Sie lag 2014 bei 6,4 Prozent. Zwischen 2005 und 2011 betrug sie noch rund 8 Prozent jährlich.

Die Höhe der Abschlusskosten fällt jedoch recht unterschiedlich aus. So hat die Landeskrankenhilfe mit leidglich 1,4 Prozent den niedrigsten Wert, gefolgt von der Huk-Coburg (3,4 Prozent) und der Debeka (4,2 Prozent). Die höchsten Kosten weisen hingegen Ergo Direkt Krankenversicherung mit 18,2 Prozent, Mecklenburgische mir 13,4 Prozent und Concordia mit 11,9 Prozent auf.

Aber auch die Zahl PKV-Neuverträge im Bereich Vollversicherung sinkt weiter. So kamen 2014 gerade einmal 268.000 Neuversicherte hinzu, während es 2012 noch zirka 400.000 waren. Das sind rund 15 Prozent weniger.

Gemessen an der Höhe der Abschlusskostenquoten, ergibt sich folgende Feststellung: Die Zahl der Neukunden ist zuletzt zwei- bis dreimal stärker zurückgegangen als die Höhe der Abschlusskosten. Das Kostenproblem des PKV-Vertriebs hat sich hingegen nicht weiter verkleinert.
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