Logo der „Deutsche Rentenversicherung“ an einer Hauswand in Bonn © picture alliance / Panama Pictures | Christoph Hardt
  • Von Sabine Groth
  • 10.06.2024 um 16:34
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Während der Ruf nach längeren Lebensarbeitszeiten aus immer mehr Ecken tönt, scheinen die davon Betroffenen wenig begeistert. 2023 nutzten noch mehr Menschen die „Rente mit 63“ als im Vorjahr. Und auch Abschläge schreckten viele nicht vor einem vorzeitigen Renteneintritt ab.

279.000 angehende Senioren nutzten im vergangenen Jahr die vorgezogene abschlagsfreie Rente für besonders langjährig Versicherte, auch bekannt als „Rente mit 63“. Das sind 17.000 mehr als im Vorjahr. Das berichtet die „Rheinische Post“ und beruft sich auf aktuelle, noch nicht veröffentlichte Zahlen der Deutschen Rentenversicherung.

Wer 45 Jahre Versicherungszeit im Gepäck hat, kann seit 2014 ohne Abschläge früher in Rente gehen. Allerdings schon längst nicht mehr mit 63 Jahren. Das abschlagsfreie Eintrittsalter steigt schrittweise an. Für 1964 und später Geborene wird es bei 65 Jahren liegen – falls es dieses Rentenangebot dann überhaupt noch gibt.

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Auch die Zahl der Arbeitnehmer, die für einen frühzeitigen Renteneinstieg Abschläge in Kauf nehmen, hat gegenüber dem Vorjahr zugenommen. Sie stieg um rund 20.000 auf 243.862. Damit nahm etwa jeder vierte neue Altersrentner einen Abschlag in Kauf.

Im Durchschnitt erfolgte der verfrühte Rentenstart 30 Monate vor Erreichen der Regelaltersgrenze. Pro Monat wird die Rente um 0,3 Prozent dauerhaft gekürzt. Obwohl die absolute Zahl der Neurentner, die Abschläge in Kauf nehmen, gestiegen ist, ist ihr Anteil gleich geblieben. Es bewegen sich einfach immer mehr Menschen in Richtung Rentenalter.

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Sabine Groth

Sabine Groth schreibt seit über 20 Jahren schwerpunktmäßig über Geldanlage sowie weitere Finanz- und Wirtschaftsthemen, seit 2009 als freie Journalistin. Zu ihren Auftraggebern zählen vor allem Fachmagazine und -portale.

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