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Studie von Finanztip Viele Deutsche sorgen gar nicht oder falsch fürs Alter vor

Hermann-Josef Tenhagen, ehemaliger Chefredakteur der Zeitschrift Finanztest, während der ZDF-Talksendung
Hermann-Josef Tenhagen, ehemaliger Chefredakteur der Zeitschrift Finanztest, während der ZDF-Talksendung "Maybrit Illner" im Jahr 2012. Heute ist Tenhagen Geschäftsführer und Chefredakteur von Finanztip. Das Portal bietet einen Wegweiser für Altersvorsorgeprodukte an. © dpa/picture alliance

Laut Verbraucherportal Finanztip gibt es viele schlechte Angebote für die Altersvorsorge am Markt. Darum entwickelten sie einen Wegweiser, der Verbrauchern helfen soll, das richtige Produkt zu finden.

| , aktualisiert am 02.03.2018 09:21  Drucken

Jeder sechste Verbraucher hierzulande sorgt nicht für den Ruhestand vor. Bei den Geringverdienern ist es jeder Dritte. Und sparen die Bundesbürger doch, wandert das Kapital oft in die falschen Produkte. Zu diesem Ergebnis gelangt eine Umfrage des Verbraucher-Ratgebers Finanztip unter 1.000 Verbrauchern.

Als Grund dafür nennen die Finanztipler das unübersichtliche Produkt-Dickicht. Der Markt sei riesig und voller schlechter Angebote. „Es gibt zum Beispiel allein 277 Rürup-Tarife von 40 Anbietern“, sagt Sara Zinnecker, Expertin für Geldanlage bei Finanztip. Das überfordere viele Verbraucher. „Mehr als jeder vierte Durchschnittsverdiener, der privat vorsorgt, steckt sein Geld ins Sparschwein ohne Aussicht auf irgendeine Rendite“, so Zinnecker weiter.

Um für Orientierung zu sorgen, hat Finanztip einen Altersvorsorge-Wegweiser entwickelt. „Anhand einfacher Fragen finden Verbraucher Schritt für Schritt zum richtigen Vorsorgemodell“, verspricht Zinnecker. „Wir haben uns zudem angesehen, ob es eine staatliche Förderung oder Steuervorteile gibt.“

Ein Beispiel: Ein Angestellter, der noch mehr als 15 Jahre bis zur Rente Zeit hat, keinen Immobilienkauf plant, durchschnittlich verdient und sicher anlegen möchte, sollte laut Finanztip über eine betriebliche Altersvorsorge oder einen Riester-Vertrag nachdenken. Wer dagegen mehr Rendite anstrebt, könne zusätzlich monatliche Sparraten in kostengünstige Aktien-Indexfonds (ETFs) stecken.

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