Ein Großvater zeigt seinem Enkel, wie man den Motor eines Oldtimers aus den 60ern repariert: Welche Beträge steuerfrei verschenkt werden dürfen, hängt analog zur Erbschaftssteuer vom Verwandtschaftsgrad des Beschenkten ab. © Panthermedia
  • Von Oliver Lepold
  • 24.01.2019 um 12:45
artikel drucken artikel drucken
lesedauer Lesedauer: ca. 02:15 Min

Schenkungen finden in Deutschland immer häufiger statt. Oftmals wird dabei der Blick auf die Schenkungssteuer vernachlässigt. Dabei lässt sich eine steuerfreie oder steuerschonende Vermögensübertragung vorausschauend planen.

Demgegenüber sind bei der Regelung der Erbschaft die Vorgaben strikter. Ein privates Testament setzt Eigenhändigkeit voraus, bei einem öffentlichen Testament oder einem Erbvertrag ist die notarielle Beurkundung unerlässlich. Dies wiederum setzt die Geschäftsfähigkeit und die Vollendung des 16. Lebensjahres voraus. Geht es zudem um Summen im Millionenbereich, lauten die passenden Lösungen häufig entweder Familienstiftung, die aus ihren Erträgen eine konkrete Familie fördert – oder ein Familienpool, der Familienmitglieder aktiv in eine Personen- oder Kapitalgesellschaft einbindet.

Begünstigungen aus Versicherungen fallen nicht in Erbmasse

Auch Versicherungsverträge können eine Rolle im Konzept für den Vermögensübergang spielen. Kapitallebens- und Rentenversicherungen dienen zwar in erster Linie der Absicherung des überlebenden Partners und der Kinder. „Sie können ebenso zur Abfindung weichender Erben oder Pflichtteilsberechtigter oder zur Finanzierung der für die Erben anfallenden Erbschaftsteuer genutzt werden“, weiß Jurist Pley.

Auch für die Sicherung der Ausbildung der Kinder oder der Enkel können sie dienen. Der Vorteil: Die fällig werdenden Ablauf- oder Todesfallleistungen fallen je nach Gestaltung nicht in den Nachlass und erhöhen damit den Nachlasswert nicht. Somit haben sie auch keinen Einfluss auf die Erbschaftsteuer.

Die Gestaltung von Vermögensübergängen ist vielfältig. Insbesondere bei größeren Summen und bei komplexen Verwandtschaftsverhältnissen sollte daher die Expertise von Spezialisten genutzt werden.

autorAutor
Oliver

Oliver Lepold

Oliver Lepold ist Dipl.-Wirtschaftsingenieur und freier Journalist für Themen rund um Finanzberatung und Vermögensverwaltung. Er schreibt regelmäßig für Das Investment, Pfefferminzia und private banking magazin.

kommentare

Hinterlasse eine Antwort

kommentare

Hinterlasse eine Antwort

smiley-icon

achtung: Sie nutzen einen veraltete Version des Internet Explorer und daher kann es eventuell zu fehlerhaften Darstellungen kommen. Wir empfehlen den Internet Explorer zu aktualisieren oder Google Chrome zu nutzen.

verstanden!