Die Mutter stirbt. Der Vater muss die Kinder ganz allein versorgen. Er muss daher im Beruf kürzer treten. Weil er selbstständig ist, kann er weniger Aufträge annehmen. Erhebliche wirtschaftliche Einbußen sind die Folge. Die Existenz der Familie ist bedroht.

Diese Kaskade des Niedergangs mag auf den ersten Blick übertrieben schicksalhaft wirken. Doch wer da Satz für Satz auf die Entwicklungskette reiht, ist nicht irgendjemand, sondern einer, der sich mit Lebensrisiken auskennt. Lutz Gronemeyer ist Senior Produktmanager der Dialog Lebensversicherung in Augsburg. Er sagt: „Leider wird bei der Familienabsicherung noch immer viel zu häufig nur auf den Hauptverdiener abgestellt – und das sind nach wie vor häufiger Männer als Frauen.“

Zugleich haben Männer aber auch ein höheres Risiko, vorzeitig zu sterben: Immerhin 22 Prozent der Männer in Deutschland ereilt der Tod noch vor dem 66. Geburtstag, also zu einem Zeitpunkt, in dem sie meist noch im Berufsleben stehen.

Nur 23 Prozent der Frauen haben eine RLV

Diese Gemengelage führt dazu, dass viele Männer durchaus vernünftig handeln, wenn sie eine Risikolebensversicherung (RLV) abschließen. Die Police dient dazu, die Familie des Versicherten finanziell abzusichern, wenn dieser vorzeitig stirbt. Tritt der Fall ein, zahlt der Versicherer eine zum Vertragsabschluss vereinbarte Summe an die Hinterbliebenen.

Eine aktuelle Forsa-Studie im Auftrag des Direktversicherers Cosmos Direkt kommt nun allerdings zu dem Schluss, dass sich vor allem Frauen „nur unzureichend um die Existenzsicherung ihrer Liebsten“ kümmern. Demnach verfügen nur 23 Prozent von ihnen über eine Risikolebensversicherung, unter den Männern sind es 30 Prozent.