Riester-Rente Hohe Aktienquote am Anfang bringt notwendige Rendite

Die DAX-Kurve im Handelssaal der Frankfurter Börse. Vor allem am Anfang lohnt sich laut Sutor Bank eine hohe Aktienquote beim Riester-Vertrag, um eine notwendige Rendite zu erwirtschaften. Im Laufe der Zeit könne dann in sicherere Anlagen umgeschichtet werden.
Die DAX-Kurve im Handelssaal der Frankfurter Börse. Vor allem am Anfang lohnt sich laut Sutor Bank eine hohe Aktienquote beim Riester-Vertrag, um eine notwendige Rendite zu erwirtschaften. Im Laufe der Zeit könne dann in sicherere Anlagen umgeschichtet werden. © dpa/picture alliance

Die Riester-Rente wird oft eher kritisch gesehen. Die Hamburger Sutor Bank weist darauf hin, dass es bei fondsgebundenen Produkten weniger auf die Zulage ankommt als auf eine vernünftige Aktienquote.

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Eine fondsgebundene Riester-Rente benötigt zumindest am Anfang der Laufzeit eine höhere Aktienquote. Nur so lässt sich sinnvoll für das Alter vorsorgen. Das empfiehlt die Hamburger Sutor Bank.

„Die überwiegende Zahl der Riester-Produkte sorgt nicht dafür, dass Anleger beruhigt ihrem Renteneintritt entgegensehen können“, sagt Michael Gott, Vertriebsleiter der Sutor Bank. Das eigentliche Ziel der Riester-Rente, nämlich die Vorsorgelücke der Sparer deutlich zu verringern, werde ansonsten nicht erreicht.

„Die niedrigen Zinsen lassen Erträge aus der Riester-Rente derzeit bescheiden aussehen“, so Gott. Dabei steuere der Staat durch die Erhöhung der Zulage seit Anfang des Jahres von 154 Euro auf 175 Euro schon gegen. Familien mit Kindern erhalten weiterhin eine Zulage von bis zu 300 Euro für jedes nach 2008 geborene Kind, für ältere Kinder gibt es 185 Euro. „Es kann allerdings nicht Sinn des Riesterns sein, dass die einzige Rendite die staatliche Zulage ist“, so der Vertriebsleiter.

Im Laufe des Vertrags in sicherere Anlagen umschichten
Der eigentliche Vermögensaufbau sollte über die Rendite funktionieren, und das gehe nur über Aktien. „Natürlich schwanken Aktien stärker als Rentenpapiere“, sagt Gott. Die Angst, bei einem Aktieninvestment genau dann einen Einbruch zu erleben, wenn das Geld zur Auszahlung kommen soll, ist also durchaus berechtigt – selbst wenn vorher über viele Jahre eine gute Rendite erzielt werden konnte.

„Aber auch dies lässt sich steuern – nämlich indem am Anfang der Sparphase möglichst viel Geld in Aktien fließt und gute Gewinne bringt. Im Laufe der Zeit wird dann – gleich einem Lebenszyklus-Modell – immer stärker in schwankungsarme, aber auch weniger renditeträchtige Rentenpapiere umgeschichtet“. Je höher der Aktienanteil am Anfang, desto größer das Renditepolster, mit dem der Anleger in die Zukunft geht.

Die Empfehlung von Michael Gott lautet daher: „Anleger sollten verstärkt darauf achten, auf Produkte mit einer Aktienquote von anfangs deutlich über 50 Prozent zu setzen, um auf lange Sicht ein höheres Anlageergebnis zu erzielen als dies bei Produkten mit sehr geringen Aktienquoten der Fall sein dürfte.“

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