Privatrenten IVFP startet eigene Vergleichssoftware

Die Gegenüberstellung anhand „deterministischer Hochrechnungen, wie in etablierter Software üblich“, sei oftmals falsch, meint IVFP-Geschäftsführer Michael Hauer.
Die Gegenüberstellung anhand „deterministischer Hochrechnungen, wie in etablierter Software üblich“, sei oftmals falsch, meint IVFP-Geschäftsführer Michael Hauer. © IVFP

Das Institut für Vorsorge- und Finanzplanung (IVFP) bringt Ende Juni eine Vergleichssoftware zur privaten Rentenversicherung auf den Markt. Das neue Angebot für Vermittler sei nötig, weil die bisherigen Vergleichsrechner am Markt oft „Äpfel mit Birnen“ vergleichen würden, wie das IVFP mitteilte.

| , aktualisiert am 07.08.2019 12:31  Drucken

Vermittler sollen die neue Vergleichssoftware zum Thema Privatrenten mit dem Namen „Fairgleich“ in der Basisvariante (Version 1.0) kostenlos nutzen können, berichtete das Institut für Vorsorge- und Finanzplanung (IVFP) am Mittwoch.

Dass das IVFP den nicht gerade kleinen Markt für Vergleichsrechner zu Ende Juni um ein eigenes Angebot zum Thema Privatrenten erweitern möchte, wird damit begründet, dass die gängigen Vergleichsverfahren häufig missverständlich seien.

So gebe es inzwischen „eine Reihe von Softwareanwendungen im Markt“ bei denen das Ranking laut IVFP in der Regel anhand der Ablauf- oder Rentenleistungen gewonnen wird, die meist auf einer Tarifanbindung des jeweiligen Anbieters basieren. Vermittler sollten solche Vergleiche aber mit Vorsicht betrachten, warnt das Institut, da hier meist „Äpfel mit Birnen“ verglichen würden. 

Konkret: In vielen Fällen würden Tarife gegenübergestellt, die unterschiedliche Hochrechnungsmethoden, sei es Brutto- oder Netto-Wert, bei der Wertenwicklungsannahme für die Fonds- beziehungsweise Indexanlage verwendeten. Zudem würden beispielsweise unterschiedliche Fonds bei den Fondspolicen gegenübergestellt, etwa aktive versus passive Fonds oder Geldmarkt- versus Aktienfonds.

Die neue Softwareanwendung „Fairgleich“ verzichte hingegen in der ersten Stufe „vollständig auf fehlerhafte Hochrechnungsvergleiche“, wie es heißt. Ein Abgleich der Produktausgestaltung mit dem Anforderungsprofil des Kunden sei dabei der erste Schritt, den Fairgleich abbilden soll. Erst in der zweiten Ausbaustufe soll die Software Ablauf- und Rentenleistungen der Tarife ausweisen und darstellen, welche Tarife hierbei vergleichbar sind.

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