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Moody’s-Studie Warnung vor Krise in der deutschen Lebensversicherung

Die deutschen Lebensversicherer könnten aufgrund der anhaltenden Niedrigzinsen in Schwierigkeiten geraten und werden daher genau beobachtet.
Die deutschen Lebensversicherer könnten aufgrund der anhaltenden Niedrigzinsen in Schwierigkeiten geraten und werden daher genau beobachtet. © dpa/picture alliance

Aus Mangel an lukrativen und sicheren Anlagemöglichkeiten könnten die deutschen Lebensversicherer demnächst in eine Krise geraten. Maßgeblicher Treiber: die niedrigen Zinsen auf der einen und die langen Laufzeiten der Verträge auf der anderen Seite. Davor warnt die Ratingagentur Moody’s.

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Die Hoffnung der deutschen Lebensversicherer, dass das anhaltend niedrige Zinsniveau bald der Vergangenheit angehören könnte, dürfte sich nach Einschätzung der Ratingagentur Moody’s auf absehbare Zeit nicht erfüllen. „Für die Bonität der deutschen Lebensversicherer bleiben die niedrigen Zinsen eine zentrale Herausforderung, da ihre Anlageportfolios größtenteils aus Rentenpapieren bestehen“, zitiert das Handelsblatt Dominic Simpson von Moody‘s.

Laut einer aktuellen Studie der Ratingagentur sind mehr als 80 Prozent der deutschen Lebensversicherungspolicen Garantieprodukte, die ihren Kunden 2,5 bis 3,5 Prozent Rendite in Aussicht gestellt haben. Die durchschnittliche Laufzeit der Verträge liegt bei über zehn Jahren. Damit liegen die Versicherer in Deutschland vor denen aus Norwegen und Taiwan, die in der Studie von Moody’s ebenfalls nicht gut dastehen und denen ebenfalls ein hohes Risiko bescheinigt wird. Das Problem sei, so die Analysten, dass die deutschen Lebensversicherer aktuell keine geeigneten sicheren Neuanlagen finden können.

Das Handelsblatt verweist in diesem Zusammenhang auf eine Äußerung von Gabriel Bernadino, Chef der europäischen Versicherungsaufsicht Eiopa. Er schloss demnach nicht aus, dass einige Versicherer in Schwierigkeiten geraten werden.

Versicherungsverband GDV hält dagegen

Wolfgang Weiler, Präsident des Versicherungsverbandes GDV, stimmt dem nicht zu. „Die deutsche Assekuranz steht heute besser da als vor zwei Jahren“, sagte Weiler in einem Handelsblatt-Interview und verwies dabei auf die „hohen Solvenzquoten“ der deutschen Lebensversicherer.

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