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  • Von Redaktion
  • 15.11.2021 um 12:00
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Der November als Kfz-Monat ist geliebt und gehasst. Fast immer kommen hier 50 oder 60 Wochenstunden zusammen – nur wenige Makler haben das Kfz-Geschäft auf das ganze Jahr verlagert. Woran liegt es, dass trotz Digitalisierung bei vielen Vermittlern die Zeit nicht reicht? Diese Frage stellt sich Unternehmensberater Peter Schmidt in seiner neuen Kolumne – und befasst sich etwas tiefer mit dem Zeitmanagement in diesem besonderen Monat.

Auf jeden Fall sollten Sie mit kühlem Kopf die Wirtschaftlichkeit Ihres Geschäftsmodells auf den Prüfstand stellen. In unserem Wegweiser „Neuer Kurs für Maklerunternehmen“ für Jungmakler und Makler, die ihr Geschäftsmodell optimieren wollen, haben wir dem häufig unterbelichteten Thema ein ganzes Kapitel gewidmet. Eine nachhaltige Entwicklung des Vermittlerunternehmens ist ohne Blick auf Aufwand und Kosten, Servicequalität und Vergütung und effektive Beratungs- und Betreuungsmodelle nicht möglich.

Auf Dauer geht es den meisten Menschen am besten, wenn der Arbeitstag, die Arbeitswoche und das Jahr gut strukturiert sind. Dazu gehören regelmäßig wiederkehrende Tätigkeiten und weitgehend feste Zeiträume für bestimmte Tätigkeiten und Abläufe. So wippen wir bei Musik im Takt, lassen uns von rhythmischem Applaus anstecken und nehmen wiederkehrende Übungen im Fitnessstudio gerne auf. So ist das auch bei der Arbeit.

Einen effektiven Arbeitsrhythmus finden und beibehalten

Wer besonders in Stressphasen wie dem Monat November auf solche psychologische Stützen verzichtet und ohne einen bestimmten Rhythmus in den Arbeitstag gehen, bei dem werden sich schnell Überlastungen bis zum Burnout einstellen. Selbst Selbstständige, die noch in die ersten Stunden des Tages mit einem Plan oder einer positiven Routine wie beispielsweise die Runde mit dem Hund gehen, lassen sich durch ungeplante Telefonate, spontane Kunden- oder Mitarbeiteranliegen aus dem Rhythmus bringen.

Was sind die Folgen? Es werden geplante Themen verschoben und das scheinbar eilige Thema (oft nicht eilig und wichtig) zuerst erledigt. So gelangen komplexe Themen nach hinten, Pausen finden nicht statt und der sich sammelnde Arbeitsberg verlagert sich auf den Abend oder das Wochenende. Die Überlastung steigt. Zufriedenheit stellt sich kaum noch ein. Die Qualität der Arbeit und die Stimmung sinkt.

Der Weg zum eigenen Zeitmanagement mit Wohlfühlgarantie

Lassen Sie uns ein Rezept gegen diese Abwärtsspirale anschauen: Fragen Sie sich zunächst selbst, wann Ihre produktiven Phasen im Laufe des Tages sind. Der Biorhythmus der Menschen ist unterschiedlich. Mancher Unternehmer ist morgens besonders kreativ, weil dann das Telefon noch stillsteht. Andere kommen erst im Laufe des späten Nachmittags so richtig in Fahrt. Haben Sie das für sich herausgefunden, kann die Planung des eigenen effektiven Arbeitsrhythmus beginnen.

Kein Mensch kann von morgens früh bis abends spät durcharbeiten. Legen Sie sich deshalb ein Tages-, Wochen- und Monatszeitraster an. Blocken sie Ihre Kreativphasen (Biorhythmus!) für strategische Überlegungen und Entscheidungen sowie komplexe Beratungsthemen. Also: Welcher Zeittyp sind Sie? Danach kommen Zeitblöcke für Rücksprachen und Teamarbeit mit den Mitarbeitern. Erst dann reservieren Sie Zeiten für Mails, Telefonate und Social-Media-Aktivitäten.

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