Der Ambulanz-Jet des ADAC: Mehr aös 12.500 medizinische Rücktransporte hat der ADAC 2018 durchgeführt. © ADAC
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  • 17.01.2019 um 14:22
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Mehr als 12.500 Rücktransporte für im Ausland erkrankte oder verletzte Urlauber hat der ADAC Ambulanz-Service im vergangenen Jahr durchgeführt. Das Problem dabei: Die Krankenkassen bezahlen diesen Service nicht. Wer sich nicht privat zusatzversichert, bleibt bei einer Rückholaktion zum Beispiel aus Mexiko dann mal eben auf 70.000 Euro Kosten sitzen.

Diese Zahlen sollten gesetzlich Krankenversicherte nachdenklich machen. Der ADAC Ambulanz-Service der ADAC Versicherung hat im vergangenen Jahr 56.935 kranke oder verletzte Urlauber medizinisch betreut und für 12.522 von ihnen einen Rücktransport in die Heimat organisiert (Vorjahr: 12.897).

Und genau letzteres kann richtig ins Geld gehen. Wie der ADAC weiter mitteilt kostet ein Ambulanz-Sonderflug von den Kanarischen Inseln nach Deutschland bis zu 45.000 Euro. Ein Intensivtransport aus Mexiko kann bis zu 70.000 Euro kosten. Und aus Asien oder Australien kommen schnell bis zu 130.000 Euro zusammen.

Aber es geht noch teurer. Eine Frau war in Thailand an Grippe erkrankt, die zu einem Lungenversagen führte. Im Flieger zurück musste eine mobile Herz-Lungen-Maschine die Frau am Leben halten. 25 Stunden dauerte die Rettungsaktion laut ADAC. Die Kosten: mehr als 250.000 Euro.

Private Zusatzversicherung schützt vor den Kosten

Das Problem dabei: Ein Krankenrücktransport in eine Klinik in Deutschland sei generell nicht über die Kasse abgedeckt – unabhängig vom Urlaubsland, berichtet der Autoclub weiter. Wer keinen zusätzlichen Auslandskrankenschutz abgeschlossen habe, riskiere im schlimmsten Fall den finanziellen Ruin.

Auch bei der Übernahme von Arzt- oder Krankenhauskosten sehe es für Urlauber oft schlecht aus. Außerhalb Europas zahle die gesetzliche Kasse gar nichts und innerhalb Europas allenfalls einen Bruchteil der Behandlungskosten. Da blieben schnell einige Tausend Euro am Patienten hängen.

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