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Gründe gegen die Betriebsrente Das Einkommen ist zu gering und die Angebote sind zu kompliziert

In eine Betriebsrente können viele Beschäftigte aufgrund eines zu geringen Einkommens nicht investieren. Außerdem ist sie zu kompliziert.
In eine Betriebsrente können viele Beschäftigte aufgrund eines zu geringen Einkommens nicht investieren. Außerdem ist sie zu kompliziert. © Aon Hewitt

Das im Januar eingeführte Betriebsrentenstärkungsgesetz soll die Verbreitung der betrieblichen Altersversorgung (bAV) hierzulande erhöhen – auch unter Geringverdienern. Trotzdem gibt es nach wie vor viele, die sich eine Betriebsrente nicht leisten können. Aber das ist nicht der einzige Grund für einen Entscheidung gegen die bAV, wie eine aktuelle Umfrage zeigt.

| , aktualisiert am 07.01.2019 14:23  Drucken

Fast zwei Drittel der Männer (65 Prozent) und nicht einmal die Hälfte (46 Prozent) der Frauen legt Geld in eine Betriebsrente an. Dass sich nach wie vor viele Menschen gegen die betriebliche Altersversorgung entscheiden, hat seine Gründe. Nummer 1: Das Einkommen ist zu gering. Nummer 2: Die Vorsorge ist zu kompliziert. So äußerten sich in einer repräsentativen Umfrage des Beratungs- und Dienstleistungsunternehmens Aon Hewitt Arbeitnehmer von Großunternehmen mit mehr als 10.000 Beschäftigten.

Vor allem Geringverdiener, Teilzeitbeschäftigte und Mitarbeiter aus Handel und Logistik nutzen die Betriebsrente danach nicht, weil ihr Einkommen dafür nicht ausreicht. 26,9 Prozent der Frauen geben diesen Grund an, bei den Männern sind es dagegen nur 13,6 Prozent.

Direkt hinter dem Einkommen folgt das Argument, die betriebliche Altersversorgung sei zu kompliziert, obwohl prinzipiell die Bereitschaft für eine Investition bestünde. Hier gibt es zwischen Männern und Frauen kaum einen Unterschied: 16,3 Prozent der Frauen sehen das so und 11,5 Prozent der Männer. Und noch immer sagt jeder zehnte Befragte, dass ihn das Thema nicht interessiere.

„Unternehmen und Anbieter müssen intensiv daran arbeiten, die Angebote den Arbeitnehmern verständlich und einfach nahezubringen“, sagt Aon-Geschäftsführer Fred Marchlewski. Nur so könnten diejenigen gewonnen werden, die trotz ausreichenden Einkommens nichts für die Altersvorsorge tun. Es komme darauf an, die Sprache der Zielgruppen zu sprechen und zu verstehen, welche individuellen Bedürfnisse sie haben. „Vor allem dann, wenn diese sich in einer Arbeitswelt 4.0 grundlegend ändern“, so Marchlewski. Das Betriebsrentenstärkungsgesetz habe zwar Anreize für Geringverdiener geschaffen, aber das System sei gleichzeitig komplizierter geworden.

Dabei sind Arbeitnehmer der Studie zufolge generell bereit, sich selbst an ihrer Altersvorsorge zu beteiligen. Vor allem, wenn sich dadurch Steuern sparen (59 Prozent), oder Arbeitgeberzuschüsse nutzen lassen (51 Prozent).

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