Die Telemedizin bietet den privaten Krankenversicherungen ein enormes Potenzial, um Kunden digitale Zusatzservices anzubieten. © picture alliance/Marius Becker/dpa
  • Von Manila Klafack
  • 05.11.2019 um 12:33
artikel drucken artikel drucken
lesedauer Lesedauer: ca. 04:20 Min

Die privaten Krankenversicherer unterstützen zunehmend gesundheitsförderndes Verhalten ihrer Kunden. Die fortschreitende Digitalisierung hilft dabei. Was Makler und Vermittler von diesem Trend halten, haben wir in einer Umfrage ermittelt.

In Sachen Digitalisierung der Krankenver­sicherung sind sich die Deutschen relativ einig. Denn knapp zwei Drittel (65 Prozent) wünschen sich eine digitale Patientenakte. Fast jeder (98 Prozent) möchte sie für den Impfstatus nutzen. Aber auch einen Wechselwirkungscheck des Medikationsplans halten 91 Prozent für wichtig. Ebenfalls 91 Prozent möchten ihre Diagnosen dort zusammengetragen wissen.

Gesundheitsbewusstsein der Kunden ändert sich

Versicherungsunternehmen, insbesondere diejenigen, die sich auf den Krankenversicherungsschutz spezialisiert haben, erkennen das veränderte Gesundheitsbewusstsein ihrer Versicherten. Vor allem die Bemühungen, durch ­einen gesunden Lebensstil Krankheiten gar nicht erst entstehen zu lassen.

Wie genau das vor allem bei den ­Krankenversicherern geschieht und wie der Versicherungsvertrieb sich selbst in diesem Umfeld positioniert, haben wir in einer Online-Umfrage ermittelt. 185 Pfefferminzia-Leser nahmen sich die Zeit und beantworteten die Fragen.

Dabei stellte sich unter anderem heraus, dass für rund die Hälfte der Teilnehmer (48 Prozent) gesundheitsfördernde Maßnahmen ein Anreiz sind, eine private Krankenversicherung zu vermitteln. Für 52 Prozent dagegen spielen diese Angebote keine Rolle (siehe Grafi).

Von denjenigen, für die das Thema in der Vermittlung relevant ist, sprechen sich 70 Prozent für Maßnahmen wie Rückenkurse oder eine Gesundheits-App aus. Weitere 18 Prozent halten Fitness-Armbänder für ein gutes Mittel, um ein gesundheitsbewussteres Verhalten der Kunden zu motivieren. Aber auch eine Beitragsrückerstattung, die Kostenübernahme für ein Fitness-Studio oder individuelle Gutscheine nennen die Umfrage-Teilnehmer als Möglichkeiten, Maßnahmen zur Gesunderhaltung zu belohnen.

Grundsätzlich beurteilen 69 Prozent der Umfrage-Teilnehmer Versicherungsangebote als gut, die gesundheitsförderndes Verhalten der Versicherten belohnen. Jeweils 15 Prozent halten davon nichts, weil dies dem Versichertenkollektiv schadet oder weil sie Bedenken wegen des Datenschutzes hegen.

autorAutorin
Manila

Manila Klafack

Manila Klafack ist Redakteurin bei Pfefferminzia. Nach ihrer Ausbildung zur Redakteurin verantwortete sie zuvor in verschiedenen mittelständischen Unternehmen den Bereich der Öffentlichkeitsarbeit.

kommentare

Hinterlasse eine Antwort

kommentare

Hinterlasse eine Antwort

smiley-icon

achtung: Sie nutzen einen veraltete Version des Internet Explorer und daher kann es eventuell zu fehlerhaften Darstellungen kommen. Wir empfehlen den Internet Explorer zu aktualisieren oder Google Chrome zu nutzen.

verstanden!