Die Corona-Pandemie haben viele Menschen genutzt, um sich mehr Überblick über ihre Finanzen zu verschaffen. © Team Bank
  • Von Karen Schmidt
  • 16.05.2021 um 15:00
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In der Corona-Pandemie haben sich viele Bundesbürger anscheinend mit ihren Finanzen befasst. Zumindest haben jetzt mehr Deutsche einen Überblick über ihr verfügbares Einkommen, zeigt eine aktuelle Studie. Gerade bei älteren Menschen ist das der Fall.

In der Corona-Krise haben die Deutschen den Überblick über ihre Finanzen verbessert. So weiß nun die Hälfte genau, welcher Betrag ihnen monatlich frei zur Verfügung steht. Im Vorjahr konnte das nur ein Drittel sagen. In der Generation 50plus sind 57 Prozent genau im Bilde, was ihr Geld angeht.

Das zeigt die Studie „Liquidität 50Plus“, für die im Auftrag der Team Bank Anfang des Jahres mehr als 3.000 Bürgerinnen und Bürger befragt wurden. 76 Prozent der Befragten schauen danach nun regelmäßig alle paar Tage auf ihren Kontostand, das sind 10 Prozentpunkte mehr als im Vorjahr.

Das sorgt für eine bislang nicht gekannten Überblick. Die Generation 50plus ist dabei besonders gründlich. Das Plus bei der älteren Generation liegt bei 18 Prozentpunkten und ist damit größer als im Bevölkerungsschnitt. Hier ist der Anteil derjenigen, die den finanziellen Durchblick haben, um 15 Prozentpunkte gewachsen. „Die neue Übersicht eröffnet Spielräume“, sagt Frank Mühlbauer, Vorstandsvorsitzender der Team Bank. „Die Menschen sind in der Regel gut gerüstet, um eine vernünftige Finanzplanung zu machen und auch langfristige Anschaffungen und Ausgaben ins Auge zu fassen und zu realisieren.“

Was das Leben kostet, wissen die Deutschen und haben einen guten Überblick über ihre Fixkosten. Die Wohnausgaben können 85 Prozent ziemlich genau beziffern. Ihre Stromkosten haben 77 Prozent, ihre Beiträge für Versicherungen 75 Prozent parat. Und 68 Prozent wissen recht gut, was sie monatlich für Lebensmittel ausgeben.

Höhe des Notgroschens variiert stark

Auch für den Fall der Fälle scheinen viele Befragte gut gewappnet zu sein: So weiß fast die Hälfte ganz genau, welcher Betrag für unvorhergesehene Ausgaben zur Verfügung steht. 43 Prozent kennen den Betrag zumindest ungefähr. Nur 9 Prozent sind in dieser Frage völlig blank. Bei der Generation 50plus können nur 5 Prozent diese Frage nicht beantworten, während bei den 18- bis 29-Jährigen besonders viele ahnungslos sind. In der jüngsten befragten Altersgruppe kann jeder Fünfte seine finanzielle Reserve nicht beziffern.

Die Höhe des Notgroschens fällt dabei sehr unterschiedlich aus: Ein Fünftel hat nicht mehr als 500 Euro, ein weiteres Fünftel mehr als 5.000 Euro, ein Zehntel gar nichts.

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Karen Schmidt

Karen Schmidt ist seit Gründung von Pfefferminzia im Jahr 2013 Chefredakteurin des Mediums.

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