So sehen Präsentkörbe meistens aus © Sadival/ Pixabay
  • Von Joachim Haid
  • 29.01.2020 um 10:59
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Kleine Geschenke erhalten die Freundschaft – so sagt man. Und gegen eine gut gemeinte Geste ist auch gar nichts zu sagen. Trotzdem lohnt es sich, innezuhalten und manche Tradition zu überdenken. Ein Beispiel: Die deftigen Präsentkörbe, auch „Fresskörbe“ genannt, mit denen Geschäftspartner bedacht werden. Dabei kann man Lebensfreude auch ganz ohne bedenklichen Inhalt verschenken.

So wie die typische Seminarverpflegung meist nicht ideal ist, um konzentriert arbeiten zu können , so sind es auch die meisten Präsentpakete nicht, welche von Unternehmen gerne zu Weihnachten und zum Jahresstart verschickt wurden. Die Päckchen, die vor allem an ausgewählte und verdiente Geschäftspartner adressiert sind, sehen meist so aus: Randvoll mit Chips, Keksen, Schokoriegeln und Gummibärchen.

Diese vermeintlichen Leckereien „zum Stressabbau“ haben es allerdings in sich. Niemand will eine Spaßbremse sein, aber schauen wir uns den Inhalt des Inhalts doch mal näher an.

Transfette:

Bei Transfetten handelt es sich um Nebenprodukte der industriellen Härtung von Pflanzenfetten. Sie kommen vermehrt in Margarine, Schokoriegeln, Fertigprodukten, Brotaufstrichen und allgemein in industriell gefertigten Backwaren und Frittiertem wie Chips, Croissants und Burgern vor. Immer wenn auf der Verpackung von „pflanzlichen Fetten“ gesprochen wird, optisch vielleicht noch mit Sonnenblumen garniert, ist Vorsicht geboten. Transfette ähneln den Fetten unserer Zellmembranen und werden in diese teilweise eingebaut. Da sie jedoch eine etwas andere Struktur haben, kann dadurch die Zellmembran ihre Aufgaben nicht mehr optimal erfüllen.

So kommen entweder Abfallstoffe aus der Zelle nicht mehr raus oder Nährstoffe nicht mehr optimal hinein. Im schlimmsten Fall passieren schädigende Stoffe die Membran, wodurch die Zellen geschwächt und geschädigt werden können. Die Langzeitfolgen sind beispielsweise ein erhöhtes Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Die Menge, die hier das Gift macht, ist extrem klein. Studien kommen zum Ergebnis, dass bereits bei 30 Kilokalorien (Kcal) täglich, welche aus Transfetten stammen, das Herzinfarkt-Risiko bereits um 36 Prozent ansteigt. Einer der Effekte der in Zellmembranen eingebauter Transfette ist, dass das Hormon Insulin schlechter an den Zellwänden andocken kann, um Zucker aus dem Blut in die Zelle zu bringen. Gelingt dies immer schlechter, verbleibt mehr Zucker im Blut.

Langfristig kann so auch Diabetes mellitus Typ 2 entstehen. Diabetiker haben ein erhöhtes Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Augenschäden und für Amputationen. Unser Gehirn benötigt, um optimal arbeiten zu können, hochwertige Omega-3-Fettsäuren wie EPA und DHA. Diese sind unter anderem wichtig, um die Funktion der Nervenbotenstoffe wie Serotonin oder Dopamin verbessern zu können. Leider blockieren jedoch Omega-6-Fettsäuren und Transfette diese Omega-3-Fettsäuren. Gerade EPA ist wichtig, um das Risiko für psychische Erkrankungen wie Angststörungen, Depressionen und Schizophrenie gering zu halten.

Dem Alltagsstress sollte man also besser nicht mit Transfetten begegnen, sondern mit gesunden Omega-3-Fetten. Warum also nicht eine Flasche hochwertiges Leinöl verschicken? Das gibt es auch in Bio-Qualität.

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Joachim Haid

Joachim Haid ist Geschäftsführer von Softfin und Initiator des Fitness- und Ernährungsprogramms PaleoMental, zudem Ernährungsberater und Fitnesstrainer mit A-Lizenz.

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