Ein Rentnerpaar am Computer: Auch ältere Menschen entdecken derzeit digitale Angebote für sich. © dpa/picture alliance
  • Von Juliana Demski
  • 14.04.2020 um 13:11
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Wegen der Corona-Krise wissen immer mehr Menschen die digitalen Angebote ihrer Versicherer und Banken zu schätzen. Laut einer aktuellen Umfrage wollen einige der über 55-Jährigen auch nach der Pandemie online aktiv bleiben.

Bereits vor der Krise haben viele Versicherungs- und Bankkunden (79 Prozent) häufig die digitalen Angebote ihrer Anbieter in Anspruch genommen – dank Corona dürfte diese Zahl jetzt weiter zulegen. Wie eine Umfrage des digitalen Versicherungsmaklers Friendsurance zeigt, gibt jeder zehnte Verbraucher an, Bank- und Versicherungsangelegenheiten in Folge der Corona-Krise noch häufiger online erledigen zu wollen.

Interessant ist: Nicht nur die jungen, auch die über 55-jährigen Befragten, bei denen laut Umfrage ansonsten kaum Digitalisierungseffekte durch Corona zu beobachten sind, wollen mit immerhin 6 Prozent häufiger online aktiv werden.

Zwei Lebensbereiche, in denen bislang nur knapp die Hälfte der Deutschen digital aktiv war, sind Arbeiten (47 Prozent) und Bildung (44 Prozent). Laut Friendsurance-Umfrage könnten die Zahlen auch hier deutlich steigen. Auf eine entsprechende Frage gab jeder siebte unter 35-Jährige (rund 14 Prozent) an, dass er künftig noch öfter online arbeiten wird. Unter den 35- bis 44-Jährigen beabsichtigen das 8 Prozent, unter den 45- bis 54-Jährigen 6 Prozent. Bei den über 55-Jährigen gaben indes nur 3 Prozent an, auch in Zukunft im Homeoffice arbeiten zu wollen.

Gefragt nach dem Thema Bildung, gaben 11 Prozent der Befragten mit Kindern an, dass sie auch nach der Krise weiterhin mehr digitale Lernangebote und Online-Seminare für sich oder ihre Kinder nutzen möchten – bei den Befragten ohne Kinder sind es 6 Prozent.

Aber auch im Privatleben scheinen die Deutschen die digitalen Möglichkeiten für sich zu entdecken

Zwar waren digitale Videokonferenz-Tools wie Skype oder Zoom bereits vor der Pandemie hierzulande recht verbreitet (64 Prozent). In Zukunft will aber jeder Zehnte (10 Prozent) öfter als zuvor per Video-Chat Freundschaften und andere Beziehungen pflegen.

In der jüngeren Altersgruppe sind es deutlich mehr: Bei den unter 25-Jährigen geben das 18 Prozent an, gefolgt von den 25- bis 34-Jährigen mit 17 Prozent. Bei den 35- bis 44-Jährigen sagen das 13 Prozent und bei den 45- bis 54- Jährigen 8 Prozent. Selbst die über 55-Jährigen planen, häufiger über Webcams mit Freunden und Familie in Kontakt zu treten.

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Juliana Demski

Juliana Demski ist seit 2021 Junior-Redakteurin und Social-Media-Managerin bei Pfefferminzia. Dem Pfefferminzia-Team gehört sie seit 2016 an.

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