Amazon-Chef Jeff Bezos stellt bei einer Pressekonferenz den neuen E-Reader Kindle vor: Amazon ist ein Beispiel für den Erfolg, den Fintechs haben können, wenn sie etablierte Strukturen umkrempeln. © dpa/picture alliance
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  • 22.11.2016 um 07:45, aktualisiert am 13.12.2017 um 04:01
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Bei der Debatte über Insurtechs stehen in der Regel diejenigen im Vordergrund, die gegen Makler arbeiten, die ihnen das Geschäft wegnehmen wollen. Es gibt aber auch viele Unternehmen, die Makler unterstützen wollen. Wir stellen einige dieser Insurtechs vor.

Gruppe 2: Versicherungen auf der Makler-Homepage anbieten

Die zweite Gruppe der Insurtechs bietet Maklern den Service an, bestimmte Versicherungen auf der eigenen Makler-Homepage einzubinden. Hier sind etwa Mass-Up und Virado zu nennen. „Kein Makler macht heute ein nennenswertes Direktgeschäft. In vielen Bereichen ergibt es aber einfach keinen Sinn mehr, dass der Makler raus zum Kunden fährt“, sagt Mass-Up Mitgründer Dominik Groenen, der sich mittlerweile aus dem operativen Geschäft des Unternehmens herausgezogen hat, Mass-Up aber nach wie vor beratend zur Seite steht.

„Wir bieten ihm hier eine Lösung. Angefangen haben wir mit Produkten aus dem Nischenbereich wie Smartphone- und Fahrradversicherung oder Policen für Sportgeräte und Musikinstrumente.“ Mittlerweile sei man aber auch in der Lage, Privathaftpflicht, Hausrat- oder Risikolebensversicherungen einzubinden oder auch Produkte aus dem Standardgewerbe-Bereich.

Einfacher Zugang zu Nischenversicherungen

Einen ähnlichen Weg geht Achim Hepp, Gründer und Digital-Chef von Virado: „Wir bieten Maklern einen einfachen Zugang zu Produkt- und Nischenversicherungen, die junge und moderne Leute heute nachfragen. Produkte wie zum Beispiel eine Handyversicherung, die mittlerweile die Kfz-Versicherung als Einsteigerprodukt abgelöst hat“, sagt Hepp. Genau diese Produkte stünden Maklern nicht zur Verfügung, da eine Anbindung an den Versicherer teuer und zeitaufwendig sei.

„Zusätzlich wird der Makler bald in der Lage sein, auch Geschäftskunden, wie beispielsweise einen Fahrradladen, an Virado anzubinden und danach passiv in der Wertschöpfungskette mitzuverdienen“, sagt Hepp. Das Angebot sei kostenfrei – erst wenn der Makler eine Versicherung verkauft, verdient Virado mit.

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