Rentner entspannen am Bodensee. © dpa/picture alliance
  • Von Redaktion
  • 22.02.2016 um 08:17
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Flexible Lösungen sind gefragt: Wer neben der Rente weiter arbeiten will, soll dies künftig einfacher tun können. Die Experten der Bundesinstitution rechnen eifrig und möchten sich bald auch stärker um die Gesundheit der Arbeitnehmer kümmern.

Geht es nach dem Willen der Politik, nach dem vieler Arbeitnehmer sowieso, muss sich bald niemand mehr zu einem offiziell verordneten Datum aus dem Arbeitsleben zurückziehen. Zurzeit schmiedet die Arbeitsgemeinschaft „Flexible Übergänge in den Ruhestand“ praktikable Lösungen.

In einem ersten Schritt werden die Hinzuverdienstgrenzen reformiert. Künftig darf ein Vollrentner 6.300 Euro im Jahr extra verdienen. Wie Gundula Roßbach, Direktorin der Deutschen Rentenversicherung erklärt: „Das entspricht 14 Mal dem Monatsverdienst eines Minijobbers, der in der Regel vom Arbeitgeber pauschal versteuert wird.“ Wer mehr verdient, dem wird der Mehrbetrag bis zu 40 Prozent auf die Rente angerechnet. Eine absolute Obergrenze gibt es auch. Das Gesamteinkommen aus Teilrente und Hinzuverdienst darf das höchste Bruttoeinkommen der letzten 15 Jahre vor Rentenbeginn nicht überschreiten, sonst wird es vollständig mit der Rente verrechnet.

Beiträge zur gesetzlichen Rente müssen weiter fließen

Wer neben seiner Rente weiter arbeitet, erwirbt wiederum weitere Rentenanwartschaften. Und hier wird es kompliziert: Das passiert nur, wenn der Arbeitnehmer sich dafür entscheidet, weiterhin Rentenbeiträge zu entrichten. Das wird als „Opt-in“ bezeichnet.

Bereits heute schon wählbar ist die Option des Rentenaufschubs. Beispiel: Ein Durchschnittsverdiener mit 40 Beitragsjahren würde bei Erreichen der Regelaltersgrenze eine monatliche Rente von 1.168 Euro bekommen. Verschiebt er den Renteneintritt um ein Jahr, erhöht das die Rente um 70 Euro. Durch das längere Arbeiten erwürbe er einen zusätzlichen Rentenanspruch von 31 Euro. Seine Rente betrüge dann 1.269 Euro.

Präventionsangebote für Beitragszahler

Doch die Rentenversicherung will noch mehr tun und künftig verstärkt Präventionsangebote machen. 45-Jährigen steht ein individueller berufsbezogener Gesundheitscheck zur Verfügung. Und auch für Unternehmen sollen Präventions- und Reha-Strategien entwickelt werden. Wenn die Zahl der Beitragszahler schon sinkt, will man sich verstärkt um sie kümmern.

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