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Diagnosen-Fälschung in der GKV Krankenkassen beeinflussen Ärzte noch immer

 Jens Baas, Vorstandsvorsitzender der Techniker: Laut einer Studie der Krankenkasse beeinflusst die GKV Ärzte nach wie vor, wenn es um bestimmte Diagnosen geht.
Jens Baas, Vorstandsvorsitzender der Techniker: Laut einer Studie der Krankenkasse beeinflusst die GKV Ärzte nach wie vor, wenn es um bestimmte Diagnosen geht. © Techniker

Eigentlich dürfen Krankenkassen Ärzte nicht mehr zu schwerwiegenderen Diagnosen verleiten, um dadurch mehr Geld aus dem Gesundheitsfonds zu erhalten. Tun sie aber trotzdem, wie eine noch unveröffentlichte Studie der Techniker zeigt.

| , aktualisiert am 17.11.2017 16:08  Drucken

Etwa ein Jahr ist nun her, dass Jens Baas, Chef der Techniker Krankenkasse (TK), eingeräumt hat, dass es Mogeleien bei den Diagnosen in der gesetzliche Krankenversicherung gibt. Die Krankenkassen hielt die Ärzte dazu an, ihre Patienten auf dem Papier kränker zu machen als sie sind, um mehr Geld aus dem Gesundheitsfonds zu bekommen.

Und obwohl diese Beeinflussung nun eigentlich verboten ist, ist sie wohl nach wie vor gang und gebe. Das berichtet die Rheinische Post auf Basis einer noch unveröffentlichten Studie der TK.

Die Krankenkasse hat 1.000 Mediziner befragt, ob sie nach wie vor bei den Diagnosen bedrängt werden. Ergebnis: Seit Inkrafttreten des Beeinflussungsverbots im April 2017 hat fast jeder fünfte Mediziner (18,2 Prozent) diese Erfahrung gemacht.

„Die häufigsten Einflussnahmen der Krankenkassen auf die Ärzte erfolgt bei jenen Krankheiten, bei denen es Interpretationsspielräume gibt und wo bestimmte Kodierungen den Kassen Geld bringen“, sagt Baas gegenüber der Zeitung. 63 Prozent der Ärzte erlebten etwa eine Einflussnahme beim Kreislaufsystem (zum Beispiel Bluthochdruck), 59 Prozent bei Stoffwechselkrankheiten (Diabetes & Co.), 42 Prozent beim Atmungssystem, und jeweils ein Drittel bei chronischen Schmerzen und psychischen Erkrankungen.

Mögliche existenzielle Folgen für die Patienten

Für die Patienten könne das existenzielle Folgen haben, kritisiert Baas. „Wenn jemand auf dem Papier die Diagnose Depression erhält, obwohl er nur eine depressive Verstimmung hat und dann beim Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung auch keine Depression angibt, kann das im Falle des Falles zum Verlust des Versicherungsschutzes führen.“

Und die TK selbst? Wie sieht es bei ihre aus. Wie die Rheinische Post weiter berichtet, lege der TK-Chef „seine Hand dafür ins Feuer, dass seine Kasse nichts Illegales tue und dass man niemanden dazu anleite, Patienten auf dem Papier kränker zu machen, als sie seien“.

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