Ist der Blutdruck dauerhaft zu hoch, kann das ernsthafte Folge für die Gesundheit mit sich bringen. © picture alliance / SchwabenPress | Guenter Hofer
  • Von Manila Klafack
  • 31.05.2021 um 09:29
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Bluthochdruck ist tückisch. Bemerken Betroffene doch oft erst spät, dass sie darunter leiden. Dabei ist es wichtig, rechtzeitig aktiv zu werden. Mit einer veränderten Lebensweise lässt sich ein leicht erhöhter Blutdruck wieder auf Normalwerte bringen. Ein höherer Blutdruck kann dann mit weniger Medikamenten gut eingestellt werden.

Der 17. Mai 2021 war der Welt Hypertonie Tag. Der Tag wurde ins Leben gerufen, weil Bluthochdruck als oft unterschätzte Volkskrankheit gilt. Das Problem: Ist der Blutdruck dauerhaft zu hoch und bleibt das unbemerkt, kann das ernsthafte Konsequenzen für die Gesundheit, insbesondere für das Herz-Kreislaufsystem, bedeuten. Die Hälfte der Todesfälle durch Herzinfarkt und Schlaganfall lässt sich auf Hypertonie zurückführen, so die Deutsche Hochdruckliga (DHL). Selbst Demenz ist demnach eng damit assoziiert.

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Die DHL nimmt den internationalen Aktionstag daher zum Anlass, um über Hypertonie aufzuklären. Außerdem soll das Bewusstsein für einen blutdruckgesunden Lebensstil gefördert werden. Da jedoch wie bereits im vergangenen Jahr aufgrund der Corona-Pandemie Vorort-Informationen ausfallen müssen, gibt es am 19. Juni 2021 einen Online-Informationstag.

Viele Blutdruckpatienten sind nicht optimal eingestellt

Laut DHL leben in Deutschland über 25 Millionen Menschen mit Bluthochdruck. Ein Drittel davon sei nicht optimal medikamentös eingestellt. Und jeder Zehnte lasse sich gar nicht behandeln. Im normalen Bereich befindet der Blutdruck sich zwischen 100/60 mmHg bis 139/89 mmHg. Zu hoch ist alles über Werten ab 140/90 mmHg.

„Zu den Risikofaktoren und Ursachen eines zu hohen Blutdrucks gehören der Lebensstil und die Ernährung“, stellt der Heilpraktiker Raimund Felber fest. „Stress, Rauchen, Alkohol sowie Schlaf- und Bewegungsmangel kombiniert mit einer fett- und kohlenhydratreichen sowie magnesium- und kaliumarmen Ernährung begünstigen die Hypertonie.“

Dabei wird Bluthochdruck oft verkannt, da anfangs meist kaum Beschwerden auftreten. „Ein paar Anhaltspunkte, die zumindest bei häufigerem Vorkommen abgeklärt werden sollten, bilden morgendlicher Kopfschmerz, Schwindel oder Ohrgeräusche ebenso wie Herzklopfen, ein Engegefühl in der Brust oder auch eine rasche Ermüdung“, weiß Gesundheitsexperte Felber.

Die Lebensweise wirkt sich auf den Blutdruck aus

„Das wirksamste Mittel gegen diese Volkskrankheit ist allerdings ganz einfach und nicht von Medikamenten abhängig. Es ist schlicht und ergreifend eine gesunde Lebensweise“, macht Felber klar. Viele Erkrankte müssten hierfür jedoch ihr bisheriges Leben auf den Kopf stellen. Das sei zwar schwierig, lohne sich aber, wie die Ergebnisse von Betroffenen mit einer leichter Hypertonie zeigten. Auf diese Weise könnten sie wieder normale Werte erreichen. Ist der Blutdruck schon höher und die Lebensgewohnheiten werden umgestellt, ist der Effekt ebenfalls deutlich. Dann können weniger Medikamente ausreichen, um ihn in den Griff zu bekommen. 

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Manila Klafack

Manila Klafack ist Redakteurin bei Pfefferminzia. Nach Studium und redaktioneller Ausbildung verantwortete sie zuvor in verschiedenen mittelständischen Unternehmen den Bereich der Öffentlichkeitsarbeit.

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