Die Frage nach der individuell geeigneten Ernährung entspricht der Klärung, wie ein PKW betankt werden soll. © Pixabay
  • Von Joachim Haid
  • 15.01.2020 um 15:30
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lesedauer Lesedauer: ca. 04:10 Min

Sie gehen zum Arzt, weil Sie sich schlapp fühlen, ständig erkältet sind oder sich einfach nur durchchecken lassen wollen. Mit einem Blutbild dann das Ergebnis: Alles im grünen Bereich. Haben Sie sich also alles nur eingebildet? Oder eignen sich Standard-Untersuchungen nicht vollends, um Krankheiten vorzubeugen? Hier gehen wir dieser Frage auf den Grund.

Was muss ich beim Arzt checken lassen um zu wissen, ob bei mir alles in Ordnung ist?

Bei einer Standard-Blutuntersuchung im Serum kann es sein, dass Ihnen normale Werte mitgeteilt werden, obwohl Ihre Zellen vielleicht schon lange am „Verhungern“ sind. Hintergrund ist, dass diese zugunsten des Systems Blut ihre Nährstoffe hergeben, um dort die Werte möglichst lange im optimalen Bereich halten zu können. Die nächste Frage ist natürlich, was definieren Sie als normale Werte? Geht es nur darum, so gut wie der durchschnittliche Deutsche mit Nährstoffen versorgt zu sein? Geht es darum, die teilweise beliebig festgelegten Zufuhrempfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) zu erfüllen? Oder möchten Sie Ihren persönlichen Anforderungen und Belastungen entsprechend möglichst optimal versorgt sein?

Wer raucht, regelmäßig Medikamente wie beispielsweise Verhütungsmittel oder Blutfettsenker nimmt, intensiv Sport betreibt, oder beruflich großen körperlichen oder psychischen Belastungen ausgesetzt ist, hat einen ganz anderen Bedarf, als eine Person, die eine sitzende Tätigkeit hat und zweimal die Woche zum Walken geht. Hinzu kommt, dass selbst im großen Blutbild nicht alle Mineralien getestet werden. Von einem Vitamin- und Aminosäuren-Status, oder von Stresswerten und dem Omega-3-Index noch gar nicht gesprochen. Übersetzt auf das Autobeispiel.

Wenn Sie einen Sportwagen fahren, hilft es wenig, wenn Sie sich am Durchschnittsverbrauch eines Kleinwagens orientieren. Ihr Spritverbrauch wird sicherlich deutlich höher sein. Haben Sie weiterhin geklärt, dass Ihr Fahrzeug beispielsweise mit Super Plus betankt werden muss, ist das schon einmal sehr gut. Nur haben Sie auch geprüft, ob das richtige Motorenöl in der richtigen Menge vorhanden ist? Wie schaut es mit der Kühl- und Bremsflüssigkeit aus? Übersetzt auf Ihren Körper erhalten Sie solche Informationen durch ein orthomolekulares Blutbild. Wenden Sie sich hierzu an einen Arzt mit entsprechender Ausbildung oder einen damit erfahrenen Heilpraktiker.

Leider handelt es sich dabei ebenfalls um Eigenleistungen. Einige private Krankenversicherungstarife erstatten diese jedoch zumindest teilweise. Durch die Standard-Untersuchungen, die von den gesetzlichen Kassen gezahlt werden, erhalten Sie, übersetzt auf unser Autobild, folgende Informationen:

  • Ihr Fahrzeug braucht Treibstoff.

Gut. Welchen genau in welcher Menge?

  • In der Benzinleitung ist genug Treibstoff enthalten.

Alles klar. Und was ist mit dem Tank? Ist der voll und sind er und Ölwanne auch dicht? Drohen meine Benzinleitungen zu verstopfen? Sind Öl-, Benzin- und Luftfilter noch gut? Was ist mit dem Kat? Muss der mal wieder ein Reinigungsprogramm durchlaufen? Sind die Bremsen bereits verschlissen und ist noch genug Profil auf den Reifen?

Bringen wir unsere Autos in die Inspektion, sind das alles selbstverständliche Fragen, die automatisch geklärt werden. Gehen wir zu einer Vorsorgeuntersuchung, sollte eigentlich das gleiche gelten, oder? Leider sieht das unser Gesundheitssystem nicht vor! Wollen Sie so umfassend untersucht werden, wie Ihr Auto bei einer großen Inspektion, müssen Sie das nicht nur selbst bezahlen. Sie müssen auch in die richtige Werkstatt gehen, in der Mechaniker arbeiten, die sich mit solchen Untersuchungen auskennen.

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Joachim Haid

Joachim Haid ist Gründer des Gesundheitsprogramms PaleoMental®, zudem Gesundheitscoach und Heilpraktiker in Ausbildung.

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