Überflüssige Versicherungen Geld sparen durch Nachdenken

Ein Kunde interessiert sich für eine Waschmaschine von Miele.
Ein Kunde interessiert sich für eine Waschmaschine von Miele. © dpa/picture alliance

Versicherungen braucht jeder. Aber nicht jede Versicherung. Oft empfehlen Berater und Verkäufer Produkte, die der Kunde gar nicht braucht. Nicht gleich abschließen, sondern erst überlegen kann bares Geld sparen.

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2.000 Euro gibt jeder Deutsche im Schnitt pro Jahr für private Versicherungen aus, rechnet der Branchenverband GDV vor. Und da sind die Pflichtversicherungen Kranken und Kfz schon herausgenommen. Es geht für die Bundesbürger also um ein schönes Sümmchen Geld, das sie nicht leichtfertig investieren sollten, ohne bei Abschluss einer Versicherung genau hinzuschauen.



Grundsätzlich empfehle es sich, Meinungen und Angebote zu vergleichen, empfehlen die Verbraucherzentralen laut einem Bericht der Neuen Presse Coburg. Denn viele Deutsche würden ihrem Bankberater oder Versicherungsvertreter noch blind vertrauen. Gerade bei den Banken gibt es aber oft Vorgaben, welche Produkte sie verkaufen sollen, ob das dann immer zum Kundeninteresse passt, ist fraglich.

Zu den überflüssigen Versicherungen gehören etwa Garantieversicherungen. Ob Waschmaschine, Fotoapparat oder Computer: Meist bekommt der Kunde zu seinem Produkt auch gleich das Angebot für eine entsprechende Garantieversicherung dazu, die etwa für teure Reparaturen aufkommen soll. Das Prinzip ist einfach: Garantieversicherungen verlängern die zweijährige gesetzliche Herstellergarantie eines Produkts. Erfahrungsgemäß würden Schäden, die unter diese Garantie fallen, aber eher früh auftreten, während es noch den gesetzlichen Schutz gibt.

Nur Ersatzteile oder auch Lohnkosten?

Die Garantie-Police kommt auch nicht für jede Reparatur komplett auf. Wichtig ist das Kleingedruckte, etwa die Frage, ob der Hersteller nur die Kosten für die Ersatzteile übernimmt oder auch die Lohnkosten für die Reparatur.

Bei Gebrauchtwagen verlangen die Versicherer in der Regel eine sogenannte Checkheft-Pflege durch eine Vertragswerkstatt. Das sei sehr teuer, besonders bei älteren Wagen, heißt es in dem Bericht. Grundsätzlich ließen sich Policen für Gebrauchte in der Regel nur über ein bis zwei Jahre abschließen – wobei die Anteil an den Kosten für Reparaturen, die die Versicherung übernimmt, mit der Kilometerzahl stetig sinke.

Folgende Tipps gelten beim Versicherungsabschluss:

-    Erst existenzielle Risiken absichern: Haftpflich, Berufsunfähigkeit, Altersvorsorge, Krankenzusatz und so weiter.
-    Vor Vertragsabschluss die Versicherungsbedingungen gründlich lesen.
-    Versicherungsanträge nicht direkt beim ersten Gespräch mit einem Vertreter unterschreiben. Lieber erstmal Vergleiche anstellen.
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