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Studie: Zahnzusatz top, Stationär flopp Das sind die besten privaten Krankenzusatzversicherungen

Zahnarztpraxis in Berlin: Seit den letzten Gesundheitsreformen ist die Leistungsübernahme von Zahnarztbehandlungen im Katalog der gesetzlichen Kassen stark beschnitten.
Zahnarztpraxis in Berlin: Seit den letzten Gesundheitsreformen ist die Leistungsübernahme von Zahnarztbehandlungen im Katalog der gesetzlichen Kassen stark beschnitten. © Getty Images

Zahnarztbesuche oder Krankenhausaufenthalte können für Kassenpatienten teuer werden, wenn sie mehr als den gesetzlichen Standard wünschen. Deshalb gibt es die Möglichkeit, den Gesundheitsschutz über Zusatzpolicen aufzubessern. Welche Tarife sich für GKV-Versicherte am besten eignen, hat die Rating-Agentur Assekurata untersucht.

| , aktualisiert am 05.01.2016 13:10  Drucken
Viele Zahnzusatztarife können überzeugen

„Grundsätzlich hat sich der Leistungsumfang der Zahntarife in den zurückliegenden zehn Jahren zunehmend verbessert“, fasst Reiner Will, Chef der Rating-Agentur Assekurata, das Ergebnis der aktuellen Untersuchung seines Analysehauses zusammen. Denn, so Will weiter, während in früheren Tarifen meist nur Zahnersatz, Inlays und Implantate versichert waren, übernehmen inzwischen viele Versicherer auch Kosten für Zahnbehandlungen, Prophylaxe und kieferorthopädische Leistungen.

Vorsicht bei Zahntarifen für Kinder

Die Analyse der Zahnzusatztarife für Kinder zeigt allerdings, dass die Versicherer sehr unterschiedlich für kieferorthopädische Leistungen zahlen. So würde Kunden zwar oft eine Erstattung von bis zu 100 Prozent in Aussicht gestellt, tatsächlich sei die Leistung jedoch pro Kalenderjahr oder pro Versicherungsfall auf einen Maximalbetrag begrenzt.

Da die Übernahme kieferorthopädischer Kosten das wichtigste Leistungselement dieser Zielgruppe ist, rät Assekurata-Chef Will: „Vermittler und Kunden sollten auf diese Leistungseinschränkung aus Haftungs- und Absicherungsgesichtspunkten besonders achten.“

Zudem, so Will weiter, sollten sich Makler klar machen, dass Zahnzusatztarife, die primär für Zahnersatzmaßnahmen und nicht für Kieferorthopädie leisten, für Kinder wenig sinnvoll sind. Der Grund: Zahnersatzmaßnahmen sind für diese Altersgruppe kaum relevant.

Das sind die besten Zahntarife

Insgesamt zeigen 20 der 41 von Assekurata untersuchten Zahnzusatztarife erfreuliche Ergebnisse. So führt die Inter mit ihren Tarifen Inter QualiMed Z, Z90 und Z Pro das Bewertungsfeld sowohl bei den Zusatzpolicen für Kinder als auch für Erwachsene an. Ebenfalls für alle Altersgruppen gleichermaßen gut geeignet ist der Tarif Dent-Premium von Axa.

Auf dem dritten Platz für Erwachsene folgen die Tarife MediZ Premium und MediProphy der Gothaer. Für Kinder erhält zudem der Tarif ZE90+ZBE der Württembergischen sowie der Tarif DFV-ZahnSchutz Exklusiv plus der Deutschen Familienversicherung beste Noten. Insgesamt sollen die Leistungsunterschiede bei allen genannten Tarifen nur geringfügig sein.

Leistungssicherheit von stationären Zusatztarifen fraglich

Stationäre Zusatzversicherungen sollen vor allem allgemeine Krankenhausleistungen in Kliniken mit GKV-Versorgungsvertrag durch stationäre Wahlleistungen – wie privatärztliche Behandlung oder die Unterbringung im Ein- oder Zweibettzimmer – ergänzen.

Hier hat Assekurata in der Analyse einen großen Widerspruch zwischen Wunsch und Wirklichkeit festgestellt. Der Grund: Die Tarife binden ihre Leistung in der Regel an das Okay zur Behandlung durch den privaten Krankenversicherer und nicht daran, dass die gesetzliche Krankenversicherung die allgemeinen Krankenhausleistungen erstattet.

„Das bedeutet, dass der Versicherer auch dann die medizinische Notwendigkeit des stationären Aufenthaltes infrage stellen und die Übernahme stationärer Wahlleistungen ablehnen kann, wenn die gesetzliche Krankenversicherung durch die Übernahme der allgemeinen Krankenhausleistungen die medizinische Notwendigkeit bejaht hat“, erklärt Will.

Und weiter: „Auch wenn in der Leistungspraxis die PKV häufig der GKV bei der Feststellung der medizinischen Notwendigkeit folgt, besteht hierzu rechtlich und bedingungsseitig keine Verpflichtung. Hier sehen wir einen generellen Klarstellungsbedarf.“

Die aktuelle Assekurata-Analyse wirft jedoch noch mehr Kritikpunkte auf. Denn laut Untersuchung sollen 80 Prozent der stationären Zusatztarife unzeitgemäße Leistungsausschlüsse und -einschränkungen beinhalten. Das gelte beispielsweise für Rehabilitations- und Entgiftungs-Leistungen. Zudem, so Assekurata weiter, merke man den Tarifen deutlich an, dass sie in die Jahre gekommen sind. Denn vielfach fehle es ihnen an Klarheit und Verbindlichkeit.

Das sind die besten stationären Tarife

Die Analyse der stationären Tarife zeigt ein enttäuschendes Ergebnis. Insgesamt konnte Assekurata nur einmal die Note gut vergeben. Diese erhielt der Einbettzimmer-Tarif PlanS der Central. Der beste Zweibettzimmer-Tarif ist der SZ2 + SZ Plus der Concordia. Mit der befriedigenden Note 2,8 erhielt er zumindest noch eine zwei vor dem Komma.

Über die Studie

Für die Studie „Licht und Schatten in der Zusatzversicherung“ hat die Rating-Agentur Assekurata 41 Zahntarife, 38 Einbett- und 25 Zweibettzimmertarife analysiert. Im Fokus der Untersuchung stand die Frage, inwiefern Zusatzversicherungen den GKV-Schutz sinnvoll ergänzen.

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