Welche steuerlichen Vorteile Fondspolicen bieten, erläutert Jürgen Henzler, Leiter dezentraler Vertrieb der Alten Leipziger, im Gespräch. © Alte Leipziger
  • Von Oliver Lepold
  • 02.11.2021 um 09:03
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lesedauer Lesedauer: ca. 03:25 Min

Soll man besser direkt mittels eines Depots in Investmentfonds investieren? Oder lieber über den Versicherungsmantel einer Fondspolice? Worauf es bei dieser Abwägung steuerlich gesehen ankommt, fasst Pfefferminzia in diesem Beitrag zusammen.

Weitere steuerliche Unterschiede

Während der Laufzeit fällt bei Fondspolicen keine Besteuerung an. Anders beim Fondsdepot. „Bei ausschüttenden Fonds werden die Dividenden besteuert, bei thesaurierenden Fonds greift die Vorabpauschale“, sagt Jürgen Henzler, Leiter dezentraler Vertrieb der Alten Leipziger. Zudem müsse bei einem Wechsel der Fonds oder einem Rebalancing auf die bis dato erzielten Erträge jeweils Abgeltungssteuer plus gegebenenfalls Solidaritätszuschlag bezahlt werden. „All dies kommt bei einem Versicherungsmantel nicht vorlediglich bei Teilauszahlungen wird in beiden Anlageformen Abgeltungsteuer fällig“, so Henzler. 

Der Experte nennt noch einen weiteren Vorteil nach Ablauf der Laufzeit: „Eine lebenslange Verrentung ist bei einem Fondsdepot nicht möglich, bei einer Fondspolice schon. So unterliegen lediglich die Erträge während der Rentenbezugszeit einer Besteuerung“, betont Henzler. Im Todesfall zahlt der Versicherer zudem die Erträge einkommensteuerfrei aus, während Erben eines Fondsdepots Abgeltungssteuer bei Verkauf des Depots bezahlen müssen. Die Alte Leipziger hat hier ein Rechentool für Vermittler eingerichtet, das einen Vergleich zwischen einer Fondspolice und einem vergleichbaren Fondsdepot erlaubt. 

Wann sind Nettopolicen günstiger?

Was ändert sich an dieser Abwägung, wenn die Fondspolice eine NettopoliceANZEIGE ist, also keine Provisionsbestandteile enthält? Rein steuerlich ändert sich dabei nichts, wohl aber bei den Kosten. Denn für ein Fondsdepot fallen jährliche Depotkosten, Transaktionskosten für An- und Verkäufe während der Laufzeit und Kosten bei Kauf und Verkauf von ETFs an, zudem üblicherweise Ausgabeaufschläge oder ein jährliches Serviceentgelt plus Umsatzsteuer.  

Die Fondspolice weist demgegenüber Verwaltungskosten und laufende sonstige Kosten aus. Diese sind bei einem Nettotarif geringer als bei provisionsgebundenen Tarifen, allerdings fällt entweder ein Serviceentgelt für die Vermittlung über einen Versicherungsmakler mittels einer Vergütungsvereinbarung an oder ein Honorar bei der reinen Beratung eines Honorarberaters.  

Auch hier gilt: Pauschale Aussagen sind nicht möglich, aber tendenziell gilt, dass insbesondere bei langen Laufzeiten und höheren Anlagebeiträgen Nettopolicen letzten Endes meist günstiger als die provisionsgebundenen im Vertrieb immer noch wesentlich gebräuchlicheren Varianten ausfallen.  

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Oliver Lepold

Oliver Lepold ist Dipl.-Wirtschaftsingenieur und freier Journalist für Themen rund um Finanzberatung und Vermögensverwaltung. Er schreibt regelmäßig für Pfefferminzia und andere Versicherungs- und Kapitalanlage-Medien.

kommentare
Wilfried Strassnig Versicherungsmakler
Vor 6 Monaten

Die Beitragshöhe ist ebenfalls ein wesentlicher Faktor! Auch bei geringen Steuervorteilen ist der Versicherungssparplan günstiger, da in diesem Fall meistens im Ruhestand die Rente steuerfrei ausbezahlt wird! Das ein Honorarberater einen Sparplan bis € 50,oo mtl. günstiger anbieten kann, halte ich für ein Gerücht. Bei Stornos ist die Beitragszahlung einer „normalen“ Versicherung beendet. Gerichtsurteile haben aber Honorarzahlungen auch nach Beendigung des Vertrages bestätigt.
Das der Markt kein Interesse an Honorarberatung hat, ist nach 10 Jahren gratis Dauerwerbung -gleichzeitigem Bashing der Makler etc. i sämtlichen Medien und ca. 300 Beratern SONNENKLAR. Da nehmen natürlich einige Clevere diese Werbung zu Mehrgeschäft wahr und erzählen den Leuten das dies ach so toll ist. Da bin ich mir ziemlich sicher, dass ich die Mehrheit dieser Verträge locker toppen kann. Sollten Kunden das lesen, ich überprüfe in 5 Minuten am Telefon KOSTENFREI Ihre Unterlagen!

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Wilfried Strassnig Versicherungsmakler
Vor 6 Monaten

Die Beitragshöhe ist ebenfalls ein wesentlicher Faktor! Auch bei geringen Steuervorteilen ist der Versicherungssparplan günstiger, da in diesem Fall meistens im Ruhestand die Rente steuerfrei ausbezahlt wird! Das ein Honorarberater einen Sparplan bis € 50,oo mtl. günstiger anbieten kann, halte ich für ein Gerücht. Bei Stornos ist die Beitragszahlung einer „normalen“ Versicherung beendet. Gerichtsurteile haben aber Honorarzahlungen auch nach Beendigung des Vertrages bestätigt.
Das der Markt kein Interesse an Honorarberatung hat, ist nach 10 Jahren gratis Dauerwerbung -gleichzeitigem Bashing der Makler etc. i sämtlichen Medien und ca. 300 Beratern SONNENKLAR. Da nehmen natürlich einige Clevere diese Werbung zu Mehrgeschäft wahr und erzählen den Leuten das dies ach so toll ist. Da bin ich mir ziemlich sicher, dass ich die Mehrheit dieser Verträge locker toppen kann. Sollten Kunden das lesen, ich überprüfe in 5 Minuten am Telefon KOSTENFREI Ihre Unterlagen!

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