Tipps von Verbraucherschützern Diese Pflichten haben Kunden im Schadensfall

Kaputte Fenster müssen Kunden abdichten und auch absichern.
Kaputte Fenster müssen Kunden abdichten und auch absichern. © dpa/picture alliance

Damit Kunden im Ernstfall die volle vereinbarte Leistung von der Versicherung auch erhalten, müssen sie bestimmte Pflichten erfüllen. Die Verbraucherzentrale Mecklenburg-Vorpommern hat hier wichtige Tipps für Verbraucher zusammengestellt.

Der erste Tipp betrifft den ganzen Prozess vor Abschluss des Vertrags. Gesundheitsfragen oder ähnliches müssen Kunden immer ganz sauber und vollständig beantworten. Wer im Antrag für eine Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) eine Krankheit oder einen wichtigen Arztbesuch vergisst, kann im BU-Fall schlimmstenfalls ohne Versicherungsschutz dastehen.

Schaden melden und aufklären

In den meisten Versicherungsbedingungen steht, dass Verbraucher den Versicherer im Schadensfall sofort informieren müssen – „ohne schuldhaftes Verzögern“, um genau zu sein. Dafür gibt es oft Hotlines, die auch am Wochenende oder an Feiertagen besetzt sind. Auf der sicheren Seite ist dabei, wer am nächsten Werktag um eine Eingangsbestätigung der Schadensmeldung bittet.



Bei strafbaren Handlungen muss der Kunde die Polizei verständigen. Neben der „Anzeigepflicht“ haben Versicherte nämlich auch eine „Aufklärungspflicht“. Sie müssen den Versicherer bei der Schadensermittlung unterstützen – etwa mit Fotos, schriftlichen Belegen oder Zeugenaussagen, die beispielsweise den Wert der beschädigten Gegenstände belegen.

Schaden mindern

Verbraucher sollten im Schadensfall außerdem fragen, wie sie den Schaden mindern können. Geht etwa ein Fenster kaputt, geht es darum die Stelle möglichst fix abzudichten und abzusichern, damit Regen und ein Einbrecher draußen bleiben.
Direkt zu dieser News
Segen oder Einladung zum Versicherungsbetrug?: Handykamera als Schadensregulierer
Segen oder Einladung zum Versicherungsbetrug? Handykamera als Schadensregulierer

Geht etwas zu Bruch, greifen Versicherte inzwischen ganz selbstverständlich zum Handy, um den Schaden zu dokumentieren. Technische Möglichkeiten bieten aber auch Raum für Missbrauch. mehr...

Elementarschadenversicherung: Wenn das Haus zum Schwimmbad wird
Elementarschadenversicherung Wenn das Haus zum Schwimmbad wird

In Zeiten des Klimawandels nehmen Schäden durch extreme Unwetter zu. Eine Elementarschadenversicherung schützt vor den finanziellen Folgen, wenn etwa der Keller unter Wasser steht oder Schneedruck das Dach zerstört. mehr...

Haftpflichtversicherung: Warum man Gefälligkeitsschäden versichern sollte
Haftpflichtversicherung Warum man Gefälligkeitsschäden versichern sollte

Ein Nachbar gießt den Garten seines Nachbarn, vergisst danach, den Hahn zuzudrehen. Der Schaden: Über 7.000 Euro. Dieser Fall von Gefälligkeitsschäden wurde vor kurzem publik. Oft sind solche Schäden in einer Haftpflichtversicherung nicht automatisch abgedeckt. Versicherungsmakler Hubert Gierhartz plädiert dafür, die extra Euro dafür zu bezahlen – sonst gingen Kunden ein unkalkulierbares Risiko ein. mehr...

Deutsche sorgen nicht genug vor  : Bundesbürger unterschätzen Risiko der Berufsunfähigkeit
Deutsche sorgen nicht genug vor Bundesbürger unterschätzen Risiko der Berufsunfähigkeit

Nur 15 Prozent der Deutschen schätzen das Risiko, einmal berufsunfähig zu werden, als eher hoch ein. So das Ergebnis einer Forsa-Umfrage im Auftrag von Cosmos Direkt. Das Gros der Bundesbürger ist also eindeutig zu optimistisch. Denn: 20 Prozent der Bundesbürger wird es auf jeden Fall einmal treffen. mehr...

Continentale-Studie: Erstes Pflegestärkungsgesetz hat kaum etwas gebracht
Continentale-Studie Erstes Pflegestärkungsgesetz hat kaum etwas gebracht

Die Frage, ob das Pflegestärkungsgesetz I , das seit 2015 gilt, Entlastung gebracht habe, beantworteten 26 Prozent der Pflegenden mit „ja“, und 47 Prozent mit „nein“ es. Das ist ein Ergebnis der diesjährigen Continentale-Studie. mehr...

Erfahrungsbericht eines Herzkranken: „Ohne meine BU-Versicherung wäre ich heute sicherlich nicht mehr am Leben“
Erfahrungsbericht eines Herzkranken „Ohne meine BU-Versicherung wäre ich heute sicherlich nicht mehr am Leben“

Dieter Lorenz erlitt vor einigen Jahren eine Herzmuskelentzündung, musste in der Notaufnahme sogar wiederbelebt werden. Dankbarerweise hatte er eine Berufsunfähigkeitsversicherung abgeschlossen, die auch zahlte. Ohne dieses Geld wäre er heute nicht gesundheitlich wieder einigermaßen auf dem Damm, sagt er. Hier lesen Sie warum. mehr...

Neu: WhatsApp-Service
© by WhatsBroadcast