Die Versicherungsmakler und Generation-Y-Experten Stephan Busch (rechts) und Tom Wonneberger. © Claudia Jacquemin
  • Von Redaktion
  • 28.07.2021 um 10:58
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Kennen Sie HENRY? Hinter dem Namen verbirgt sich die Zielgruppe der „High Earners Not Rich Yet“ – zu Deutsch: „Hochverdiener, die noch nicht reich sind“. Diese Vertreter der Generation Y sind eine spannende, wenn auch anspruchsvolle, Zielgruppe für Vermittler, wissen die Versicherungsmakler Stephan Busch und Tom Wonneberger von Progress Finanzplaner. In ihrem Gastbeitrag erklären Sie, worauf es bei der Beratung ankommt.

Warum sollten Sie HENRYs beraten?

Zunächst haben HENRYs natürlich einen sehr hohen Absicherungsbedarf. Wer 4.000 Euro im Monat verdient und ausgibt, braucht eine BU-Rente von 4.000 Euro und ein Krankentagegeld von 50 Euro. Zum objektiven Bedarf gesellt sich ein subjektives Bedürfnis. Denn ohne Einkommen lässt sich der Lebensstil nicht aufrechterhalten. Gelingt es, für Überschüsse zu sorgen, sind die Beiträge für Altersvorsorge und Kapitalaufbau ebenso immens. Auch hier kommen Bedarf und Bedürfnis zusammen. Es geht dann nicht um einen 50-Euro-Sparplan oder die 10-Euro-Riester-Rente.

HENRYs sind eine anspruchsvolle Zielgruppe. Bedarf und Bedürfnis müssen exakt adressiert werden. Aber eben weil sie so anspruchsvoll sind, müssen sie keine oder kaum Konkurrenz fürchten. Es traut sich eh fast niemand ran. Geld ist für HENRYs Mittel zum Zweck und ausreichend vorhanden. Insofern sind sie prädestiniert für die Honorarberatung.

Wie beraten Sie HENRYs am besten?

Sie müssen klare Prioritäten setzen. Sie müssen zunächst für Überschüsse sorgen und die existenziellen Risiken absichern. Danach können Sie sich an die großen Brocken Altersvorsorge und Kapitalaufbau wagen. Ein wichtiges Ziel ist der Aufbau von Finanzkompetenz.

Eine detaillierte Einnahmen-Ausgaben-Übersicht und die Vermögensbilanz ist Grundlage der Beratung. Schon hier helfen Sie den HENRYs, sich die Ausgaben bewusst zu machen. Mit einem Haushaltsbuch per App gelingt es, die Geldfresser zu identifizieren und das eigene Ausgabeverhalten zu reflektieren. Entwickeln Sie gemeinsam Verständnis dafür, warum bestimmte Ausgaben in der Höhe anfallen. Erkenntnis ist der erste Schritt zur Besserung.

Liquidität schaffen

Dabei muss es nicht darum gehen, alles zu streichen, sondern bewusster damit umzugehen. Helfen Sie, Konten zu strukturieren und schaffen Sie so mittelfristig Liquidität. Vor allem der Abbau von Verbindlichkeiten sollte oberste Priorität haben. So kommen pro Monat mehrere Hundert Euro zusammen, die dem Aufbau des Notgroschens dienen können. Bestehende Verträge mit Guthaben gehören ebenso auf den Prüfstand.

Parallel ist eine adäquate Existenzabsicherung angezeigt. Immerhin ist hier der Lebensstandard klar in Gefahr. Haben Sie keine Angst vor hohen Renten. Ist das geschafft, gilt es, gemeinsam Perspektiven für die Altersvorsorge und den Kapitalaufbau zu entwickeln.

Gegen das Gefühl anarbeiten, dass das Geld nie reicht

Ebenso wichtig es aber auch, Wege aus der hedonistischen Tretmühle aufzuzeigen. Also Strategien und Instrumente zu vermitteln, um weniger auszugeben als einzunehmen. Ansonsten muss der HENRY oder die HENRIETTA ja sein beziehungsweise ihr Leben lang dieses Einkommen zu erzielen. Jeder Euro mehr wird ansonsten unmittelbar ausgegeben.

Das Gefühl, dass das Geld nie reicht, bleibt ein Leben lang. Wenn Sie das schaffen, sorgen Sie für Ruhe und Entspannung in einer der spannendsten Zielgruppen der Generation Y. Die Loyalität und Empfehlungsbereitschaft der HENRYs ist Ihnen dann sicher.

Über die Autoren

Stephan Busch und Tom Wonneberger sind Versicherungsmakler und Inhaber der Progress Finanzplaner aus Dresden https://www.progress-dresden.de

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