„Wo ist der Respekt?“ Gebäudereinigerin rechnet mit Rentenpolitik der SPD ab

„Ich habe gerade mal 40 Euro mehr – und da möchte ich wissen, wo der Respekt ist?“ Deutliche Worte findet Gebäudereinigerin Petra Vogel (links im Bild) in der Sendung von Anne Will zum Thema Grundrente.
„Ich habe gerade mal 40 Euro mehr – und da möchte ich wissen, wo der Respekt ist?“ Deutliche Worte findet Gebäudereinigerin Petra Vogel (links im Bild) in der Sendung von Anne Will zum Thema Grundrente. © youtube/ARD

„Ich habe gerade mal 40 Euro mehr – und da möchte ich wissen, wo der Respekt ist?“ – mit deutlichen Worten hat eine Gebäudereinigerin in der sonntäglichen Talk-Runde von Anne Will gegen die Rentenpläne von Arbeitsminister Hubertus Heil (SPD) gewettert. Als Grundübel machte sie die Niedriglohnpolitik von SPD-Altkanzler Gerhard Schröder verantwortlich.

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Die von Arbeitsminister Hubertus Heil (SPD) angestrebte Grundrente – auch Respektrente genannt – sei nicht die Lösung des Problems der Altersarmut, die vor allem Frauen betrifft. So lautete die Quintessenz von Anne Wills Sonntags-Talk in der ARD. Die Bochumer Reinigungskraft und Gewerkschafterin sowie langjähriges Mitglied der Linkspartei, Petra Vogel, ist nach eigenen Angaben selbst betroffen. Seit Jahren arbeite sie im Niedriglohnsektor, mit ihrem aktuellen Lohn komme sie gerade so über die Runden.

„Ich möchte keine Respektrente, sondern eine Rente, mit der ich in Würde altern kann“, sagte Vogel. Sie forderte eine „auskömmliche Rente“ nach einem ganzen Arbeitsleben. So habe ein Hartz-IV-Empfänger letztlich nur 40 Euro weniger als sie, wenn sie in den Ruhestand gehen werde.

Insbesondere dem damaligen SPD-Bundeskanzler Gerhard Schröder macht Petra Vogel Vorwürfe. Dieser habe 2005 gesagt: „Wir haben den besten Niedriglohnsektor in ganz Europa geschaffen“ – ein Satz, der sie sichtlich in Rage brachte. „Der Mann sollte sich schämen, denn ein Niedriglohnsektor kann niemals gut sein“, so die Gewerkschafterin.

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