Medizinisches Personal führt einen Corona-Test durch: Die Menschen hierzulande scheinen zufrieden damit zu sein, wie Deutschland mit der Pandemie umgeht. © picture alliance / SVEN SIMON | Frank Hoermann / SVEN SIMON
  • Von Juliana Demski
  • 22.09.2020 um 18:56
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Die Deutschen fühlen sich in Zeiten der Corona-Pandemie so wohl mit ihrem Gesundheitswesen wie noch nie. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie der Continentale Versicherung unter gesetzlich sowie privat Versicherten. Die Gründe aus Sicht der Experten: Der Umgang der Bundesregierung mit der Krise und die Maßnahmen im Kampf gegen die Pandemie.

Die Zufriedenheit der Bevölkerung mit dem deutschen Gesundheitswesen hat in diesem Jahr trotz oder gar wegen der Corona-Krise ein neues Rekordniveau erreicht. 78 Prozent der gesetzlich Krankenversicherten sind mit den Leistungen des Gesundheitssystems zufrieden oder sehr zufrieden. Lediglich im Jahr 2018 wurde ein vergleichbarer Wert ermittelt, wie die Continentale Versicherung auf Basis einer Bevölkerungsumfrage, die sie erstmals 2001 durchführte, mitteilte.

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Gegenüber dem Vorjahr ist die Zufriedenheit um 7 Prozentpunkte gestiegen. Besonders deutlich war die Veränderung in Ostdeutschland: Hier sind 90 Prozent der gesetzlich Versicherten zufrieden oder sogar sehr zufrieden, 15 Prozentpunkte mehr als im Vorjahr. Die Zufriedenheit mit dem Preis blieb hingegen bundesweit mit 70 Prozent unverändert.

Unter Privatversicherten ist die Stimmung sogar noch besser:

Hier sind 85 Prozent mit den Leistungen zufrieden und 83 Prozent mit dem Preis.

Der Vorstand der Continentale Krankenversicherung, Helmut Hofmeier, begründet diese Gesamtentwicklung mit dem Umgang Deutschlands mit der Krise: „Die Bürger sind ausgesprochen zufrieden. Insgesamt mit unserem Gesundheitswesen, aber offenbar auch damit, wie wir in Deutschland durch die Corona-Krise kommen, gerade im Vergleich mit anderen Ländern“, so Hofmeier. Anders sei der deutliche Anstieg der Zufriedenheit nicht zu erklären. Darauf deute auch der überdurchschnittliche Anstieg in Ostdeutschland hin, wo es die wenigsten Corona-Fälle gegeben habe.

Nahezu unverändert skeptisch sehen die gesetzlich Versicherten indes der Zukunft entgegen: 81 Prozent glauben laut Studie, dass eine gute medizinische Versorgung über den ihren Krankenkassenbeitrag hinaus viel Geld kostet oder kosten wird. Um dem entgegenzuwirken, halten sich viele an die private Vorsorge: 73 Prozent sehen sie schon heute oder für die Zukunft als dringend erforderlich an.

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Juliana Demski

Juliana Demski ist Werksstudentin bei Pfefferminzia und unterstützt die Redaktion in der täglichen Berichterstattung.

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