Sturmtief Nadia sorgte Ende Januar 2022 unter anderem für eine Sturmflut, die den Hamburger Fischmarkt unter Wasser setzte. © picture alliance/dpa | Daniel Bockwoldt
  • Von Redaktion
  • 07.02.2022 um 13:31
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Auch wenn sich ein Kunde beim Abschluss einer Wohngebäude- oder Hausratversicherung gegen den Einschluss eines Elementarschutzes entscheidet – Vermittler sollten dranbleiben und immer wieder auf die Lücke hinweisen. Intelligente Software kann dabei unterstützen, erklärt Ralf Pispers, Geschäftsführer von PBM Personal Business Maschine.

Ein Sturm deckt das Dach ab, ein Baum fällt aufs Auto oder der Keller läuft bei Starkregen voll. Gefühlt haben wir in den vergangenen Jahren immer häufiger von Schäden durch große Unwetter gelesen. Seien es heftige Stürme und Schneechaos nach Sturmtief „Nadia“ oder Hochwasser und Überschwemmungen nach „Bernd“ im Juli 2021. Schäden an Häusern, Autos und Personen durch Unwetter nehmen statistisch gesehen zu. Im europäischen Vergleich haben Unwetter in den vergangenen 40 Jahren in Deutschland den höchsten Schaden angerichtet – etwa 110 Milliarden Euro.

Also was tun? Auch wenn Schäden durch Unwetter nicht komplett zu verhindern sind, helfen gezielte Maßnahmen dabei, diese so gering wie möglich zu halten. So ging nach den Flutkatastrophen der vergangenen Jahre ein Aufschrei durch die Politik. Über die Parteigrenzen hinweg waren sich Politiker plötzlich einig: Es müsse eine verpflichtende Elementarschadenversicherung kommen. Tatsache ist nämlich leider, das aktuell nur etwa 45 Prozent aller Immobilien in Deutschland gegen Elementarschäden versichert sind.

Allein der Kunde hat Schuld für den fehlenden Schutz – oder?

Woran liegt es, dass sich Hausbesitzerinnen und -besitzer nicht ausreichend absichern? Sicher nicht am Vermittler oder Makler! Wie so oft beim Thema Versicherung, spielen eher Argumente wie Preis und der fehlende Bezug zur jeweils aktuellen Lebenssituation eine entscheidende Rolle. Insofern trägt initial der Kunde die Schuld an der fehlenden Absicherung.

Trotzdem müssen sich Makler und Vermittler und auch die Versicherungsunternehmen einen Vorwurf gefallen lassen: Nach der Erstberatung und dem Kauf der Wohngebäude-und/oder der Hausratversicherung wird der Vertrag ohne Elementarschadenabsicherung oft als gegeben hingenommen.

Immer wieder auf die potenzielle Lücke hinweisen

Hier setzt der Omnikanal-Vertrieb ein. Denn jetzt müssen die automatisierten Journeys zur regelmäßigen Ansprache auf die potenzielle Deckungslücke einsetzten. Bestandskunden richtig anzusprechen und immer wieder passend und zielgenau auf die Lücke in ihrer Versicherungsabdeckung hinzuweisen, halte ich für den wesentlich effektiveren Weg.

Ziel ist es also, dass Versicherer, Makler und Vermittler die Durchdringungsquote erhöhen, Deckungslücken maximal ausräumen und – wichtig im Fall der Fälle – auf den regelmäßigen Hinweis referenzieren können. Dies ist mit moderner Kommunikations-Technologie relativ einfach.

Seite 2: Automatisierung und Personalisierung sind der Schlüssel

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