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Untersuchung der Standmitteilungen Diese zwölf Versicherer sind am transparentesten

Welche Versicherer liefern ihren Kunden in der jährlichen Wertmitteilung die meisten Infos? Das wollte der Policenhändler Partner in Life erfahren. Die Ergebnisse der Untersuchung liefert die Bilderstrecke.
Welche Versicherer liefern ihren Kunden in der jährlichen Wertmitteilung die meisten Infos? Das wollte der Policenhändler Partner in Life erfahren. Die Ergebnisse der Untersuchung liefert die Bilderstrecke. © dpa/picture alliance (2) / Condor / Universa

Der Policenkäufer Partner in Life hat sich die jährlichen Wertmitteilungen von 64 Versicherern vorgenommen und auf ihre Transparenz hin bewertet. Dabei zeigt sich: Einige Versicherer sind hier gut unterwegs, bei anderen hakt es noch. Wer zu den transparentesten Anbieter gehört, zeigt unsere Bilderstrecke.

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Hauptverwaltung der Provinzial Nord in Kiel. © dpa/picture alliance

Die jährliche Standmitteilung soll dem Versicherten helfen zu beurteilen, wie sich seine Ansprüche aus dem Versicherungsvertrag entwickeln. Schaffen die Mitteilungen der Versicherer das aber? Das wollte der Policen-Analyst Partner in Life für seine Transparenz-Studie erfahren. Über 2.000 Wertmitteilungen mit knapp 18.000 wichtigen Kennzahlen von 64 Versicherern haben die Analysten dazu durchforstet.

Werte, die für den Überblick ausgewiesen sein sollten, sind etwa die Bewertungsreserven und die Sockelbeteiligung daran, der Rückkaufswert und die Erlebensfallleistung bei Ablauf sowie die garantierte Ablaufleistung. Aus diesen Werten berechnet Partner in Life einen Transparenzscore.

Wie sieht die Berechnung konkret aus?

Ein Beispiel: Die Analysten untersuchen zu einer Stichprobe von 70 Verträgen eines Versicherers die vorliegenden Wertmitteilungen zum Rückkaufswert dieser Versicherungsgesellschaft nach jeweils 4 Werten untersucht (4 x 70 = 280 Werte). Dabei standen im Fokus:

1. Schlussüberschussanteil
2. Mindest- beziehungsweise Sockelbeteiligung an den Bewertungsreserven
3. über die Mindestbeteiligung hinausgehende Bewertungsreserven
4. Ansammlungsguthaben (dem Vertrag fest zugeschriebene Überschüsse der Vergangenheit)

Bewertet wurde, ob die einzelnen Werte unmissverständlich genannt wurden (der Höhe nach und klar identifiziert), beziehungsweise, ob sich eindeutig aus der Nennung aller übrigen Werte herleiten lassen. Häufig blieb hier unklar, ob und wenn ja, wie hoch etwa der Anteil der Bewertungsreserven tatsächlich ist, nach dem Motto „sind nicht enthalten, könnten aber noch hinzu kommen“.

Der Versicherer hatte hier nun lediglich 92 von 280 Werten (unter 1. bis 3.) nicht genannt, sowie 14 mal mit einer 0-Nennung ein unklares Bild hinterlassen. Ferner blieb 14 mal das Ansammlungsguthaben ungenannt.

Insofern blieben 120 Werte ungenannt oder unklar – mithin 160 jedoch klar und eindeutig. Damit erreichte der Versicherer einen Transparenzscore von 57,1 Prozent.

Nach dem vergleichbaren Modus Operandi wurden zur Ablaufleistung untersucht:

  1. Schlussüberschussanteil
  2. Mindest- bzw. Sockelbeteiligung an den Bewertungsreserven
  3. über die Mindestbeteiligung hinausgehende Bewertungsreserven
  4. Garantierte Ablaufleistung inkl. Ansammlungsguthaben

Die Ergebnisse

So, und wie sieht es nun in Sachen Transparenz aus? Zwölf Versicherer landen mit einem Transparenzscore von über 50 Prozent in der Spitzengruppe der Versicherer.

Die Provinzial Nord kommt auf einen Transparenzscore von 52 Prozent.

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