Bewohnerin im AWO-Altenzentrum Heinsberg. © picture alliance/dpa | Federico Gambarini
  • Von Achim Nixdorf
  • 22.06.2021 um 13:46
artikel drucken artikel drucken
lesedauer Lesedauer: ca. 00:55 Min

Die Finanzberatungsgruppe Plansecur warnt vor einer immer größer werdenden Pflegelücke. Ohne private Vorsorge stünden viele Menschen im Alter vor finanziellen Problemen, ist sich Plansecur-Geschäftsführer Johannes Sczepan sicher. Schon jetzt liege der durchschnittliche Eigenanteil bei den Heimpflegekosten bei über 2.000 Euro im Monat.

Die gesetzliche Pflegeversicherung deckt nur einen Teil der Kosten der Pflegebedürftigkeit ab. Die Finanzierungslücke müssen die Pflegebedürftigen und ihre Angehörigen selbst tragen – etwa mit der Rente oder dem Ersparten. Laut PKV-Spitzenverband überstieg dieser Eigenanteil an den Pflegeheimkosten im Jahr 2000 im Bundesdurchschnitt erstmals die Marke von 2.000 Euro. Zum Vergleich: 2018 lag der Betrag noch bei gut 1.700 Euro.

Bei der Finanzberatungsgruppe Plansecur ist man sich sicher, dass es auch zukünftig zu weiteren Steigerungen kommen wird. Geschäftsführer Johannes Sczepan appelliert deshalb an alle Deutschen, mehr für die private Vorsorge zu tun. „Wer es versäumt, rechtzeitig beispielweise durch eine private Pflegezusatzversicherung vorzusorgen, hat bei Pflegebedürftigkeit im Alter ein finanzielles Problem“, sagt Sczepan.

Sein dringender Rat: „Es ist nie zu früh, eine private Pflegezusatzversicherung abzuschließen. Denn je eher im Leben eine solche Versicherung abgeschlossen wird, umso günstiger ist der Beitrag. Auch können sich gesundheitliche Einschränkungen im weiteren Lebensverlauf negativ auf den gewünschten Versicherungsschutz auswirken.“

Drei Möglichkeiten zur Absicherung

Als Absicherung stehen drei Möglichkeiten zur Verfügung: die Pflegetagegeldversicherung, die Pflegerentenversicherung und die Pflegekostenversicherung. „Die Sachlage ist recht komplex. Daher klärt man am besten im Gespräch mit einem unabhängigen Fachmann oder einer Fachfrau, welche Versicherung oder welche Kombination für einen selbst am besten ist“, empfiehlt Johannes Sczepan.

autorAutor
Achim

Achim Nixdorf

Achim Nixdorf ist seit April 2019 Content- und Projekt-Manager bei Pfefferminzia. Davor arbeitete er als Tageszeitungs- und Zeitschriftenredakteur mit dem Fokus auf Verbraucher- und Ratgeberthemen.

kommentare

Hinterlasse eine Antwort

kommentare

Hinterlasse eine Antwort

smiley-icon

achtung: Sie nutzen einen veraltete Version des Internet Explorer und daher kann es eventuell zu fehlerhaften Darstellungen kommen. Wir empfehlen den Internet Explorer zu aktualisieren oder Google Chrome zu nutzen.

verstanden!