Die East Side Gallery and der Spree in Berlin zeigt Überreste der Berliner Mauer: In Sachen Vorsorge gibt es in Deutschland nach wie vor regionale Unterschiede. © picture alliance / imageBROKER | Valentin Wolf
  • Von Juliana Demski
  • 30.09.2021 um 14:39
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Am 3. Oktober hat Deutschland 31 Jahre Wiedervereinigung gefeiert. Doch wie unterschiedlich ticken die Bundesbürger in Ost und West eigentlich in Versicherungsfragen? Eine aktuelle Umfrage zeigt nun: Vor allem bei der Absicherung von Haftpflichtrisiken herrscht große Einigkeit. In Sachen Vorsorge sieht es dagegen deutlich anders aus.

Am 3. Oktober 2021 ist Deutschland seit 31 Jahren wieder voll vereint. Anlässlich des nationalen Feiertages hat das Maklerunternehmen Clark eine bevölkerungsrepräsentative Studie durchgeführt, die zeigt: Auch beim Thema Versicherungen sind sich die Deutschen relativ einig – und zwar besonders dann, wenn es sich um alltägliche Risiken handelt.

So hält beispielsweise mehr als jeder zweite Deutsche (67 Prozent) eine private Haftpflichtversicherung für besonders wichtig – egal, ob er oder sie aus einem neuen oder alten Bundesland kommt. Weitere 62 Prozent sehen eine Kfz-Versicherung (Haftpflichtversicherung, Teil- oder Vollkaskoversicherung) als essenziell an. Auch geben 36 Prozent der Deutschen an, dass ihre bisherigen Erfahrungen mit Versicherungen eher oder sogar überwiegend positiv waren.

Viele Hausratversicherungen in Sachsen

Bei den tatsächlich abgeschlossenen Versicherungen gibt es in den einzelnen Bundesländern dann laut der Studie aber doch noch ein paar Unterschiede. Ein Beispiel dafür ist die Hausratversicherung: Während laut Clark-Studie gerade einmal jeder Zweite (50 Prozent) in Baden-Württemberg eine Hausratversicherung abgeschlossen hat, haben satte 74 Prozent der Bundesbürger in Sachsen eine solche Versicherung. Und auch bei der Rechtsschutzversicherung gibt es lokale Unterschiede. Denn während nur 29 Prozent der Studienteilnehmer aus Niedersachsen angeben, eine solche Police zu besitzen, tut dies in Hessen fast jeder zweite (46 Prozent).

Großes Ost-West-Gefälle bei Altersvorsorge

Auch deckten die Clark-Experten einen interessanten Trend im Bereich der Altersvorsorge auf: Denn während in den alten Bundesländern im Westen das Thema Vorsorge vergleichsweise großgeschrieben wird, sieht es in den neuen Bundesländern mitunter noch anders aus. In Zahlen: Fast jeder Dritte (28 Prozent) in Rheinland-Pfalz oder in Niedersachsen hat eine klassische Rentenversicherung abgeschlossen. In den neuen Bundesländern wie Brandenburg (13 Prozent) oder Mecklenburg-Vorpommern (11 Prozent) sind entsprechende Produkte noch dagegen noch weniger verbreitet.

„Die Wahl des passenden Altersvorsorgeprodukts oder einer passenden Versicherung hängt natürlich immer auch von der jeweiligen Lebenssituation ab“, kommentiert Marco Adelt, Chef und Co-Gründer von Clark, die Ergebnisse. Jeder Bürger habe, ganz unabhängig vom Bundesland, eine individuelle Arbeits- und Lebenssituation, die unterschiedliche Anforderungen an verschiedene Versicherungen mit sich bringe. „Und genau so individuell sollte auch die Beratung sein“, resümiert Adelt.

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Juliana Demski

Juliana Demski ist seit 2021 Junior-Redakteurin und Social-Media-Managerin bei Pfefferminzia. Dem Pfefferminzia-Team gehört sie seit 2016 an.

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