Sven Burkart ist Geschäftsführer des Maklerpools Wifo. © Wifo
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  • 09.08.2019 um 10:23
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Sven Burkart, Geschäftsführer des Maklerpools Wifo, spricht im Interview über den drohenden Provisionsdeckel, die Folgen der zunehmenden Alterung im Maklermarkt und den möglichen Markteintritt von Amazon und Google.

Pfefferminzia: Welche Haupt-Aufgabe hat ein Maklerpool gegenüber Maklern in der heutigen digitalisierten Welt?
Sven Burkart: Neben den grundlegenden Anforderungen an einen Pool, fokussieren sich die Dienstleistungen in der Schaffung eines einheitlichen, digitalen Ökosystems für die Beratung und Verwaltung der Kunden – eingebettet in eine einheitliche Kollaborationsplattform – und die Unterstützung im Bereich Schulung und Weiterbildung mit digitalen Lösungen.

Wird sich diese Aufgabe in den kommenden fünf bis zehn Jahren Ihrer Ansicht nach wandeln?
Wandeln nicht, sondern intensivieren. Die Notwendigkeit effektiver Prozesse, unterstützt durch fortschrittliche IT-Lösungen, werden unabdingbar.

Pools müssen technisch auf der Höhe sein, um heute im Wettbewerb um Makler zu bestehen. Wieviel kosten Sie diese Investitionen in die IT?
2018 haben wir rund 485.000 Euro dafür ausgegeben.

Welchen strategischen Nutzen haben Zukäufe für Sie?
Derzeit gibt es dazu keine konkrete Planung. Daher halten wir auch keine Ausschau nach Unternehmen, die für einen Aufkauf infrage kommen könnten.

Könnten Sie sich auch die Übernahme eines anderen Maklerpools oder zumindest Kooperationen untereinander vorstellen?
Kooperationen grundsätzlich ja. Aber nur, wenn sich die Geschäftsmodelle sinnvoll ergänzen lassen, dadurch Synergien für beide Seiten entstehen und diese mit Win-Win-Effekt genutzt werden können.

Erwarten Sie eine Konsolidierung auf dem deutschen Poolmarkt? Welche Pools würden dabei bestehen können?
Ja, ich erwarte, dass sich auf dem Poolmarkt noch etwas tut. Bestehen werden Pools mit innovativen Konzepten, Kooperationsbereitschaft, solider finanzieller Ausstattung und breitem Fachwissen in den jeweiligen Versicherungssparten.

Welche Effekte hätte eine solche Konsolidierung für Makler?
Aus unserer Sicht überwiegen die Vorteile für den Makler. Beispielsweise in einer schnelleren IT-Entwicklung durch gebündelte Kapazitäten und indirekte Partizipation an den neu erschaffenen Synergieeffekten.

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