Eine Person geht allein durch einen einsamen Tunnel: Psychische Krankheiten werden immer häufiger - auch im Beruf. © Getty Images
  • Von Juliana Demski
  • 31.03.2017 um 13:06
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Vergangenes Jahr fehlte jeder Erwerbstätige durchschnittlich an 15,2 Arbeitstagen aufgrund von Krankheit – im Schnitt lassen sich 2,7 Tage davon auf die Psyche zurückführen, meldet die Techniker Krankenkasse (TK) auf Basis ihres aktuellen „Gesundheitsreports“. Von den zwölf Top-Krankheiten 2016 hatte sogar die Hälfte eine psychische Ursache. Welche das sind, lesen Sie hier.

Jeder Erwerbstätige in Deutschland war 2016 durchschnittlich 15,2 Tage lang krankgeschrieben – das entspricht einem Rückgang um 0,2 Prozent im Vergleich zu 2015.

Davon entfielen 2,7 Tage auf psychische Diagnosen und auch bei sechs der zwölf Top-Ursachen handelte es sich um psychische Krankheiten, so das Ergebnis des Gesundheitsreports der Techniker Krankenkasse (TK).

Die sechs häufigsten psychischen Krankheiten 2016 waren:

  • Depressive Episode (Platz 3, 0,8 Tage pro Kopf)
  • Anpassungs- und Belastungsstörungen (Platz 4, 0,5 Tage pro Kopf)
  • Rezidivierende Depression (Platz 5 mit 0,3 Tagen pro Kopf)
  • andere neurotische Störungen (Platz 8 mit 0,3 Tagen pro Kopf)
  • Somatoforme Störungen (Platz 9 mit 0,2 Tagen pro Kopf)
  • andere Angststörungen (Platz 12 mit 0,2 Tagen pro Kopf)

Insgesamt werden psychische Erkrankungen dem Gesundheitsreport zufolge immer häufiger. Laut TK gibt es hier seit 2006 einen Anstieg von 86 Prozent. Andere häufige Diagnosen sind demnach Atemwegserkrankungen, Krankheiten des Bewegungsapparats sowie Verletzungen.

Der Allgemeine Krankenstand ist 2016 leicht zurückgegangen – von 4,23 Prozent im Jahr 2015 auf 4,18 Prozent.

Der Gesundheitsreport zeigt außerdem, dass bei TK-Mitgliedern insgesamt 5,77 Millionen Fälle von Arbeitsunfähigkeit und 75 Millionen Fehltage registriert wurden.

Der Rückgang der Fehlzeiten ist laut der Kasse auf eine um 1,4 Prozent geringere durchschnittliche Dauer von Arbeitsunfähigkeitsfällen zurückzuführen. Die Zahl der Arbeitsunfähigkeitsfälle wuchs indes um 0,2 Prozent. Daran zeigt sich, dass Erwerbstätige unterm Strich etwas kürzer als im Vorjahr krankgeschrieben waren.

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Juliana Demski

Juliana Demski ist Werksstudentin bei Pfefferminzia und unterstützt die Redaktion in der täglichen Berichterstattung.

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