Philipp Kanschik ist verantwortlicher Projektleiter und Experte für Bestandsübernahmen in der Policen-Direkt-Gruppe. © Policen Direkt
  • Von Redaktion
  • 26.02.2019 um 11:04
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Kleinere Makler abseits der Metropolregionen suchen oft vergeblich jemanden, der ihr Unternehmen weiterführt. Verschiedene Rentenmodelle ermöglichen es Maklern in solchen Situationen, ihr Lebenswerk zu verkaufen. Ein solcher Ausstieg kann auch für jüngere Makler eine Option sein, berichtet Philipp Kanschik von Policen Direkt in seinem Gastbeitrag.

Prinzipiell sind jedoch alle Makler von den oben genannten Herausforderungen betroffen. Die goldene Zeit, in der kleine regionale Makler mit ein bis zwei Mitarbeitern gut von einem treuen Kundenstamm und üppigen Abschlussprovisionen leben konnten, sind unwiederbringlich vorbei. Für kleinere Maklerunternehmen wird die Luft immer dünner, völlig unabhängig vom Alter des Inhabers.

Dokumentation, Weiterbildung, Provisionsdeckel

Die Herausforderungen für kundenorientierte Makler sind klar: Mit Inkrafttreten der neuen Vermittlerrichtlinie sind umfangreiche Beratungspflichten zu erfüllen. Jeder Unternehmer muss für jeden Kunden anhand seiner Dokumentation nachweisen können, dass die jeweilige Vertriebstätigkeit in dessen bestmöglichem Interesse stattgefunden hat und das jedes Jahr aufs Neue überprüfen. Darüber hinaus müssen Makler Weiterbildungspunkte nachweisen können. Schließlich droht noch der Provisionsdeckel, der Vermittler gerade bei immer beratungsintensiveren Produkten in der Altersvorsorge an die Grenzen bringt.

Das macht das ohnehin zähe Geschäft mit Lebensversicherungen und anderen Personenversicherungen nicht leichter. Das Feld der Sachversicherungen erscheint kleinteiliger und aufgrund digitaler Konkurrenz umkämpfter denn je.

Auch jüngere Makler denken über einen Ausstieg aus der Branche nach

Es mag daher wenig überraschen, dass auch viele Makler sich mit dem Thema Nachfolge beschäftigen, die noch weit vom Rentenalter entfernt sind. Sie suchen die berufliche Neuorientierung und streben in den meisten Fällen einen Branchenwechsel an, denn noch ist es ihnen nicht zu spät für einen Neuanfang. Die erworbenen Fähigkeiten lassen sich gut auf andere Branchen übertragen.

Was aber tun mit den Beständen? Auch jüngere Versicherungsmakler haben hier schon meist beträchtliche Werte geschaffen, die in Startkapital oder ein monatliches Einkommen umgewandelt werden können. Die Optionen unterscheiden sich im Kern nicht von denen, die ältere Versicherungsmakler haben: Der Verkauf des Unternehmens stellt eine Möglichkeit dar. Größere Makler mit hohem Anteil an Gewerbekunden haben hier einen deutlichen Vorteil bei den Preisverhandlungen. Die Alternative kann die Veräußerung des Kundenbestandes gegen eine monatliche Rentenzahlung sein.

Manch einer lässt aber seinen Bestand einfach unbetreut auslaufen – die denkbar schlechteste Möglichkeit. Denn dies zieht allerhand Risiken nach sich. Betreuungspflichten bleiben schließlich weiter bestehen, inklusive möglicher Haftungsrisiken. Dazu sind regulatorische Anforderungen zu erfüllen – eine Nichteinhaltung der DSGVO hat mitunter drakonische Strafen zur Folge. Keine rosigen Aussichten für wechselwillige Jungmakler.

Über den Autoren

Philipp Kanschik ist verantwortlicher Projektleiter und Experte für Bestandsübernahmen in der Policen-Direkt-Gruppe. Policen Direkt übernimmt Maklerunternehmen in Nachfolgesituationen und führt diese weiter, um eine deutschlandweite Maklergruppe aufzubauen. Darüber bietet das Unternehmen Versicherungsmaklern das Modell der Lebensrente. Mit einem Modellrechner kann sich jeder ein eigenes Bild der Möglichkeiten machen und verschiedene Szenarien durchspielen.

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