ine Pflegerin betreut einen älteren Mann während des Frühstücks in einem Seniorenpflegeheim. Der Eigenanteil im Pflegegrad II könnte um bis zu 500 Euro im Monat steigen. © dpa/picture alliance
  • Von Manila Klafack
  • 01.06.2018 um 12:07
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Das geplante Sofortprogramm aus dem Bundesgesundheitsministerium für Pflegekräfte, zieht vermutlich eine deutliche Erhöhung des Eigenanteils der Pflegebedürftigen nach sich. Das schreibt die Bild-Zeitung unter Berufung auf Experten.

Gerade hat Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) in Richtung Pflegekräfte mit seinem Sofortprogramm signalisiert, dass ihre Situation „verstanden“ wurde. Die Ideen, Pflegekräfte besser zu unterstützen, könnte bei Pflegebedürftigen allerdings kräftige Erhöhungen des Eigenanteils nach sich ziehen.

Nach Aussage von Experten, die am Montag in einer Anhörung des Bundestags sprechen wollen, könnten im Pflegegrad II bis zu 500 Euro Mehrkosten im Monat anfallen. Das berichtet die Bild ZeitungDafür verantwortlich seien die geplante Aufstockung des Personals sowie die steigenden Löhne. Die Pflegesätze würden nicht erhöht, daher müssten die Pflegebedürftigen die Kosten selbst tragen. 

Es könnten „nun innerhalb kurzer Zeit mehrere Erhöhungen anfallen“, warnt der BIVA-Pflegeschutzbund demnach in einer Stellungnahme. Bereits heute zahlen Betroffene im Schnitt 1.751 Euro Eigenanteil für eine vollstationäre Pflege. Das sind rund 60 Euro mehr als 2017. Dabei schwanken die Beträge je nach Bundesland: In Nordrhein-Westfalen liegt der Eigenanteil bei 2.263 Euro pro Monat, in Sachsen bei 1.170 Euro.

Nach Angaben des Deutschen Evangelischen Verbands für Altenarbeit und Pflege (DEVAP) zahlen Betroffene vom Beginn der Pflegebedürftigkeit bis zum Tod im Schnitt 31.131 Euro aus der eigenen Tasche an die Pflegeheime. Weil bei vielen die Rente dafür nicht reicht, beantragen immer mehr Senioren Sozialhilfe. 2016 erhielten bereits 347.000 ältere Personen „Hilfe zur Pflege“.

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Manila Klafack

Manila Klafack ist Redakteurin bei Pfefferminzia. Nach ihrer Ausbildung zur Redakteurin verantwortete sie zuvor in verschiedenen mittelständischen Unternehmen den Bereich der Öffentlichkeitsarbeit.

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