Ist Geschäftsführer von Smart Asset Management: Thorsten Dorn. © Smart Asset Management
  • Von Lorenz Klein
  • 31.01.2022 um 16:00
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Eine aktuelle Studie hat die ESG-, sprich Nachhaltigkeitsqualität von 24 Tarifen fondsgebundener privater Rentenversicherungen unter die Lupe genommen – das Fazit der Autoren ist ernüchternd. Die Ergebnisse seien „durchwachsen“, teilte die Beratungsboutique Smart Asset Management auf Basis ihrer Untersuchung mit. Welche Anbieter trotzdem punkten konnten.

Wie grün beziehungsweise nachhaltig ist das Investmentangebot von Fondspolicen aufgestellt? Alles andere als überragend, wenn man den Machern des zweiten „Fondspolicenreport Nachhaltigkeit“ von Smart Asset Management Service (SAM) zuhört. Die ESG-Qualität lasse „noch zu wünschen übrig“, teilte die Hamburger Beratungsboutique am Montag mit. Die Ergebnisse seien „durchwachsen“, hieß es. Demnach bieten insgesamt nur zwölf der 24 untersuchten Rentenversicherungen, „ein qualitativ und quantitativ ausreichendes Angebot an Einzelfonds“, wie SAM-Chef Thorsten Dorn auf Basis der Studie berichtet.

Für ihre Studie haben die Autoren insgesamt 24 Tarife von 24 Versicherungen untersucht, die für den Maklermarkt relevant seien und zugleich eine breite Abdeckung der angebotenen Fondspolicen mit der Möglichkeit der Einzelfondsauswahl von Nachhaltigkeits- und ESG-Fonds böten.

Welche Versicherer vorn liegen

Mit der Note „sehr gut“ wurden im Gesamtergebnis die Versicherungsgesellschaften Helvetia, Swiss Life, Stuttgarter, LV 1871 und HDI ausgezeichnet. Die Note „gut“ erhielten die Prisma Life, Alte Leipziger, Standard Life, Liechtenstein Life und Basler.

„Zwar hat sich das Angebot an Einzelfonds im Vergleich zum Vorjahr mit aktuell rund 600 anwählbaren Einzelfonds innerhalb der von uns untersuchten Tarife und Fondspaletten mehr als verdoppelt. Das heißt aber nicht, dass sich die Qualität ebenso gesteigert hat“, gibt Analyst Dorn zu bedenken. „Nur die Hälfte der untersuchten Tarife verfügt über ein ausreichendes Angebot an Fonds und ETFs in den von uns definierten 15 wichtigsten Assetklassen.“ Genau das sei jedoch entscheidend, „um eine Strategische Asset Allokation umzusetzen, solide Portfolios zu bauen und gleichzeitig den Kunden hinsichtlich Renditeerwartung, Risikobudget und Nachhaltigkeitsbedürfnis gerecht zu werden“, so Dorn.

Smart Asset Management hatte Ende 2020 erstmals seine Studie „Fondspolicenreport“ mit dem Fokus auf Nachhaltigkeit herausgegeben. „Viele Anlegerinnen und Anleger wollen Gutes durch ihr Kapital bewirken. Außerdem treibt die Politik das nachhaltige Investieren voran, unter anderem durch die Grüne Taxonomie und der EU-Offenlegungsverordnung, der sogenannten Sustainable Finance Disclosure Regulation. Das macht den Aspekt der Nachhaltigkeit auch für Fondspolicen besonders wichtig“, kommentiert Marktanalyst Dorn die nun erschienene Neuauflage der Studie.

Hintergrunde zur Untersuchungsmethodik und zu den Ergebnissen der Studie stellen die Autoren hier zur Verfügung.

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Lorenz Klein

Lorenz Klein ist seit 2019 stellvertretender Chefredakteur bei Pfefferminzia. Dem Pfefferminzia-Team gehört er seit 2016 an.

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