Ein älterer Mensch schreibt seine täglichen Einkäufe in ein Haushaltsbuch. © dpa/picture alliance
  • Von Manila Klafack
  • 01.11.2017 um 10:05
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Mit verbesserten Lebensbedingungen und dem medizinischen Fortschritt steigt unsere Lebenserwartung weiter an. Doch bereits eine leichte Inflation in Verbindung mit niedrigen Zinsen lässt zurückgelegtes Vermögen erheblich schrumpfen. Welche Lösung es für dieses Dilemma gibt.

Von Januar bis September 2017 schwankte die Inflation in Deutschland zwischen 1,5 und 2,2 Prozent. Gleichzeitig blieb die Europäische Zentralbank ihrer Linie treu: vorerst wird es keine Erhöhung des Leitzinses geben. Noch vor zehn Jahren lag der Zinssatz bei 4 Prozent. Seitdem befindet er sich im freien Fall, um die Folgen der Finanzkrise zu verringern und die Wirtschaft in Europa zu stärken.

Mit der Entscheidung vor eineinhalb Jahren, überhaupt keine Zinsen zu erheben, war der Tiefpunkt erreicht – derzeit ohne absehbares Ende. Diese anhaltende Situation ist für Sparer und Anleger in punkto Altersvorsorge in doppelter Hinsicht ungünstig.

„Insbesondere für eine angemessene Altersvorsorge ist das Zusammenspiel von Zinsen, Aktienrenditen und Inflation zu beachten“, stellt Malte Wolter, Gruppenleiter Produktmanagement Condor Leben, fest. „Bei 0 Prozent Zinsen und 2 Prozent Inflation überfordert der für die Altersvorsorge notwendige Sparbetrag die meisten Menschen. Rendite erzielt der Kunde in der Regel nur dann, wenn er ein höheres Risiko eingeht und das braucht dann Zeit, um zwischenzeitliche Verluste auszugleichen“, so Versicherungsexperte Wolter. Daher empfehle er, die Anlage breit zu streuen, und die Risikoposition im Laufe der Zeit angemessen zu reduzieren.

Aktuell sehen sich die Menschen noch einem weiteren Punkt gegenüber, der in der Finanzplanung einen immer höheren Stellenwert einnimmt: der Langlebigkeit. „Die Lebenserwartung des Einzelnen hängt selbstverständlich von vielen individuellen aber auch sozialen Faktoren ab. Für die Gesamtbevölkerung gibt die Generationensterbetafel des statistischen Bundesamts Auskunft über die steigenden Wahrscheinlichkeiten lange zu leben“, sagt Malte Wolter.

Demnach habe eine heute 35-jährige Frau eine 95-prozentige Chance 65 Jahre alt zu werden. Ein 35-jähriger Mann eine 90-prozentige. Diese Männer werden dann mit einer 50-prozentigen Wahrscheinlichkeit 87 Jahre alt und Frauen sogar über 91 Jahre. „Wir gehen davon aus, dass über 5 Prozent dieser Männer und 9 Prozent der Frauen sogar ihren 100. Geburtstag feiern können“, führt Wolter weiter aus.

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Manila Klafack

Manila Klafack ist Redakteurin bei Pfefferminzia. Nach ihrer Ausbildung zur Redakteurin verantwortete sie zuvor in verschiedenen mittelständischen Unternehmen den Bereich der Öffentlichkeitsarbeit.

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