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Umfrage Jüngere Deutsche unterschätzen persönliche Ruhestandsdauer um fünf Jahre

Rentner auf dem Bürgersteig: Viele jüngere Menschen orientieren sich an der Lebenserwartung ihrer Großeltern - doch das führt meist in die Irre.
Rentner auf dem Bürgersteig: Viele jüngere Menschen orientieren sich an der Lebenserwartung ihrer Großeltern - doch das führt meist in die Irre. © dpa/picture alliance

Jüngere Deutsche unter 40 Jahren unterschätzen meist, wie lang ihre Ersparnisse im Alter reichen müssen. Der Grund: Sie ziehen die Lebensdauer der eigenen Großeltern als Maßstab für die eigene Lebenserwartung heran. Dieses Vorgehen führe jedoch in die Irre, meinen die Experten der Initiative „7 Jahre länger“. Was das bedeutet, erfahren Sie hier.

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Tatsächlich könnten sich die heute Unter-40-jährigen bei einem Rentenbeginn mit 67 Jahren jedoch auf einen durchschnittlich 21,2 Jahre währenden Ruhestand freuen. Zur Begründung verweisen die Studienmacher auf die Lebenserwartungs-Prognosen des Statistischen Bundesamts, die für diese Altersgruppe im Schnitt bei 88,2 Jahre liegen (siehe Tabelle).

„Dass dank der steigenden Lebenserwartung der Ruhestand immer länger wird, bedeutet auch, dass die Deutschen für einen längeren Zeitraum sparen müssen“, schlussfolgert man bei der „Initiative 7 Jahre länger“.

Bei den Überlegungen zum Sparen für den Ruhestand unterschätzten die Befragten deutlich, wie lang ihre Rücklagen reichen müssten, heißt es dort. Ein Grund dafür ist aus Sicht der Initiative, dass die meisten Menschen die Folgen einer steigenden Lebenserwartung nicht einkalkulierten.

Nur 30 Prozent glauben, hinreichend abgesichert zu sein

Die Studienmacher verweisen dabei auf den Wissenschaftler Jochen Ruß, Geschäftsführer des Instituts für Finanz- und Aktuarwissenschaften. Ruß ist der Ansicht, dass viele Menschen „vermutlich oft die Lebensdauer von Menschen der Generation der eigenen Eltern und Großeltern im Hinterkopf“ hätten, wenn sie über die eigene Lebenserwartung nachdächten.

Das zeigt sich den Studienmachern zufolge auch in der Befragung, bei der die jüngere Generation ihre Lebenserwartung sogar leicht pessimistischer einschätzte als die 40- bis 65-Jährigen. Laut der Prognosen des Statistischen Bundesamts liege ihre Lebenserwartung aber deutlich höher.

Immerhin 89 Prozent der jüngeren Befragten sind zudem der Meinung, dass sie im Alter auch private finanzielle Vorsorge benötigen werden, doch nur 30 Prozent gehen auch davon aus, bisher hinreichend abgesichert zu sein.

Quelle: Initiative "7 Jahre länger"

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