Es bleibt beim Garantieverbot Bundesregierung beschließt Reform der Betriebsrente

Hat Grund zur Freude: Arbeitsministerin Andrea Nahles (SPD) hat sich vehement für eine Reform der Betriebsrente eingesetzt.
Hat Grund zur Freude: Arbeitsministerin Andrea Nahles (SPD) hat sich vehement für eine Reform der Betriebsrente eingesetzt. © dpa/picture alliance

Was viele Branchenkenner angesichts des anlaufenden Bundestagswahlkampfs nicht mehr für möglich gehalten haben, ist nun doch geschehen: Die Bundesregierung hat sich auf eine Reform der Betriebsrente verständigt. Der Bundestag soll dem Gesetzentwurf bereits am 1. Juni zustimmen.

24.05.2017 10:05  Drucken

Die große Koalition aus CDU, CSU und SPD einigten sich auf eine Neuregelung der betrieblichen Altersvorsorge (bAV). Das berichtet die Frankfurter Allgemeine Zeitung und beruft sich dabei auf Informationen der Deutschen Presse-Agentur. Demnach soll der Bundestag dem Gesetzentwurf laut Tagesordnung bereits am 1. Juni zustimmen.

Presseberichten zufolge haben sich Union und SPD zudem darauf verständigt, dass es beim geplanten Garantieverbot bleiben wird.

Mit dem neuen bAV-Modell, auch unter den Begriffen Zielrente und Sozialpartnermodell bekannt, will die Bundesregierung erreichen, dass die Tarifvertragspartner die Betriebsrente ganzen Belegschaften zugänglich machen.

Das Konzept ist vor allem in der Versicherungswirtschaft umstritten, da die Zielrente den Beschäftigten anders als bislang keine feste Garantie verspricht. Im Gegenzug sollen die bAV-Anwärter von höheren Renditen profitieren können.

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