Zum dritten Mal hat die Gothaer beim Versicherungsschutz von KMU genauer nachgefragt. Danach zögern gerade jüngere Unternehmen, die also erst seit 2006 gegründet wurden, mehrere Versicherungsverträge abzuschließen. Mehr als vier Policen haben hier nur 24 Prozent, über sechs Policen haben nur 8 Prozent. „Doch gerade zu Beginn des Geschäftswachstums ist die richtige Absicherung durch einen starken Partner wichtig. Unvorhergesehene Ereignisse können das Unternehmen so nicht aus der Bahn werfen“, sagt Thomas Leicht, Vorstandsvorsitzender der Gothaer Allgemeine Versicherung.

>> Zum Potenzial der Gewerbeversicherung für Makler geht es hierlang.

Die Studie zeigt auch, dass der Umfang der Risikoabsicherung mit der Größe der Betriebe steigt: Deutlich mehr Versicherungen, nämlich mehr als sechs, sind bei 31 Prozent der größeren Unternehmen (mit 201 bis 500 Mitarbeitern) zu finden. 40 Prozent besitzen zwischen vier und sechs Verträgen mit Versicherungsunternehmen.



Betriebshaftpflicht dominiert

Bei der Art der Versicherungen dominiert wie schon in den Vorjahren mit 87 Prozent die Betriebshaftpflichtversicherung, gefolgt von der betrieblichen Gebäudeversicherung mit 64 Prozent. Knapp ein Drittel der KMU geben pro Monat weniger als 500 Euro für den Versicherungsschutz aus. 28 Prozent der größeren Unternehmen mit 201 bis 500 Mitarbeitern bleiben unter 2.000 Euro Beitrag im Monat, 11 Prozent unter 500 Euro im Monat.



46 Prozent der Firmen überprüfen ihren Versicherungsschutz einmal im Jahr. 28 Prozent nur alle zwei Jahre. 16 Prozent wissen gar nicht, wie oft die Versicherungen überprüft werden. „Die jährliche Überprüfung des Versicherungsschutzes ist ein Muss. Denn durch Innovationen, neue Anschaffungen oder neue rechtliche Vorgaben ändert sich auch der erforderliche Versicherungsumfang. Die Studie zeigt, dass Unternehmen, die von einem Versicherungsvertreter oder Makler betreut werden, ihren Versicherungsschutz häufiger überprüfen“, sagt Leicht.

Einbrüche und Brände bereiten Sorgen

Neben dem Umfang des Versicherungsschutzes fragte die Gothaer dieses Jahr auch das Risikobewusstsein der Firmen ab: Einbruch und Vandalismus sieht über die Hälfte der kleinen und mittelständischen Unternehmen als größte Bedrohung für den eigenen Betrieb, dicht gefolgt von Bränden und Explosionen (50 Prozent) sowie menschlichem Versagen mit 36 Prozent.