Homeoffice-Strukturen haben die Angreifbarkeit von Unternehmen erhöht. © picture alliance / Fotostand | Fotostand / K. Schmitt
  • Von Achim Nixdorf
  • 27.05.2021 um 12:59
artikel drucken artikel drucken
lesedauer Lesedauer: ca. 01:25 Min

Die Gesamtausgaben für Cyber-Sicherheit sind in Deutschland im Jahresvergleich zwischen 2020 und 2021 um satte 62 Prozent gestiegen. Das geht aus einer aktuellen Studie hervor. Grund dafür sind unter anderem die ständig wachsenden Kosten pro erfolgreichem Hacker-Angriff sowie auch deren steigende Zahl.

Deutsche Firmen haben den Anteil ihrer Ausgaben für Cyber-Sicherheit im vergangenen Jahr massiv erhöht. Die Investitionen, die innerhalb des gesamten IT-Budgets für diesen Bereich ausgegeben wurden, stiegen um 62 Prozent. Das geht aus dem aktuellen Hiscox Cyber Readiness Report hervor, einer repräsentativen Umfrage unter Führungskräften aus acht Ländern.

„Das vergangene Pandemiejahr forderte die Cyber-Sicherheit von Unternehmen enorm heraus. Die Verlagerung ins Homeoffice, teilweise von heute auf morgen, setzte die IT-Verantwortlichen unter nie dagewesenen Handlungsdruck“, sagt Robert Dietrich, Geschäftsführer von Hiscox Deutschland. „Vielerorts konnte nicht auf bestehende Sicherheitsstrategien zurückgegriffen werden. Es mussten also in Windeseile Konzepte entwickelt und implementiert werden, um sich vor Hacker-Angriffen und den oft existenziellen finanziellen Folgen in einer ohnehin wirtschaftlich unsicheren Zeit zu schützen.“

Zunahme der Cyber-Attacken

Laut Report ist die Zahl von Cyber-Attacken auf deutsche Firmen im Jahresvergleich von 41 auf 46 Prozent gestiegen. International erhöhte sich die Quote ähnlich deutlich von 39 auf 43 Prozent. 28 Prozent aller Befragten gaben an, fünf oder sogar noch mehr Angriffe erlitten zu haben – und 17 Prozent sagten, dass die Schäden so umfangreich waren, dass sie für ihr Geschäft potenziell existenzbedrohende Auswirkungen hatten.

Die Untersuchung zeigt auch: Zum Gesamtpaket Cyber-Sicherheit gehört für viele Unternehmen mittlerweile auch ein entsprechender Versicherungsschutz. Der Anteil derer, die über keine eigene Police verfügen und auch nicht planen, eine solche abzuschließen, liegt aktuell nur noch bei 15 Prozent (2020: 25 Prozent). „Cyber-Gefahren erfordern eine ganzheitliche IT-Sicherheitsstrategie mit Unterstützung auf allen Ebenen. Eine Cyber-Versicherung kann hier einen wichtigen Beitrag leisten“, weiß Ole Sieverding, Underwriting Manager Cyber von Hiscox Deutschland.

Zum Cyber-Report

Der fünfte internationale Hiscox Cyber Readiness Report soll ein aktuelles Bild der Cyber-Bereitschaft von Organisationen liefern. Er basiert auf einer Umfrage unter Führungskräften, Abteilungsleitern und IT-Managern von Unternehmen verschiedener Größen und Branchen aus acht Ländern (Belgien, Frankreich, Deutschland, Niederlande, Spanien, Großbritannien, USA, Irland). In die Untersuchung flossen nach eigenen Angaben die Ergebnisse von rund 6.000 Firmen ein. Der Report kann kostenlos hier bestellt werden.

autorAutor
Achim

Achim Nixdorf

Achim Nixdorf ist seit April 2019 Content- und Projekt-Manager bei Pfefferminzia. Davor arbeitete er als Tageszeitungs- und Zeitschriftenredakteur mit dem Fokus auf Verbraucher- und Ratgeberthemen.

kommentare

Hinterlasse eine Antwort

kommentare

Hinterlasse eine Antwort

smiley-icon

achtung: Sie nutzen einen veraltete Version des Internet Explorer und daher kann es eventuell zu fehlerhaften Darstellungen kommen. Wir empfehlen den Internet Explorer zu aktualisieren oder Google Chrome zu nutzen.

verstanden!