Fondspolicen Öko-Test ermittelt die kostengünstigsten Tarife

Aktienhändler auf dem Parkett der Deutschen Börse in Frankfurt am Main: Bei Fondspolicen hängt es in erster Linie von den Vertragskosten ab, ob sich die jeweiligen Tarife lohnten, meint die Redaktion von Öko-Test.
Aktienhändler auf dem Parkett der Deutschen Börse in Frankfurt am Main: Bei Fondspolicen hängt es in erster Linie von den Vertragskosten ab, ob sich die jeweiligen Tarife lohnten, meint die Redaktion von Öko-Test. © dpa/picture alliance

Die Verbraucherzeitschrift Öko-Test hat in ihrer aktuellen Ausgabe den Markt für fondsgebundenen Rentenversicherungen sondiert. Was die Analyse von 58 Fondspolicen von 24 Versicherern ergeben hat und wie das Fazit der Tester lautet, erfahren Sie hier.

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In ihrer November-Ausgabe hat die Redaktion von Öko-Test auf acht Seiten zusammengetragen, wie sich das aktuelle Marktangebot im Bereich der fondsgebundenen Rentenversicherungen darstellt. Dabei konstatieren die Tester, dass es in erster Linie von den Vertragskosten abhänge, ob sich die jeweiligen Tarife lohnten.

Was wurde untersucht?

Insgesamt wurden 58 fondsgebundene Rentenversicherungen von 24 Versicherern unter die Lupe genommen: Davon kommen 34 Tarife ohne Garantie daher, von denen laut Redaktion wiederum 13 Angebote mit „kostengünstigen ETFs“ (Exchange-Traded Funds) bestückt wurden. ETFs bilden einen Börsenindex nach und kommen deshalb im Regelfall mit niedrigeren Gebühren aus als aktiv verwaltete Fonds. Die übrigen 24 Tarife im Test weisen eine Garantie auf, von denen 9 eine ETF-Komponente beinhalten.

Die 58 getesteten Tarife hat die Redaktion in jeweils vier Kategorien getrennt bewertet (jeweils mit einem 30-jährigen und einem 55-jährigen Modellkunden). Oberste Prämisse war dabei die Renditeminderung durch die Kosten. Auffällig ist, dass die höchste vergebene Note im gesamten Test jeweils nur „2. Rang“ lautet.

Diese Anbieter liegen jeweils im Falle des 30-jährigen Modellkunden vorn:

  • In der Kategorie „ohne Garantie mit aktiv gemanagten Fonds“ lautet der beste von 21 Tarifen im Falle des 30-Jährigen Musterkunden der „Chance Invest (CA6I)“ der Debeka. Die Renditeminderung durch Kosten wird hier mit 0,84 Prozent angegeben.
  • In der Kategorie „ohne Garantie mit ETF“ schneiden die Tarife der Cosmos Lebensversicherung („FFV mit ETF“) und Hannoversche Lebensversicherung („FR3 mit ETF“) am besten von insgesamt 13 Tarifen ab. Begründung: Hier beträgt die jeweilige Renditeminderung durch Kosten jeweils nur 0,26 Prozent.
  • In der Kategorie „mit Garantie mit aktiv gemanagten Fonds“ erreichten von 15 Angeboten diese drei Anbieter den (besten) „2. Rang“: Stuttgarter Lebensversicherung („83oG“), Allianz Lebensversicherung („InvestFlex RF1U.GD“) sowie Württembergische („Genius PrivatRente“). Hier beträgt die Renditeminderung durch Kosten zwischen 1,52 und 1,62 Prozent.
  • In der Kategorie „mit Garantie mit ETF“ erreichten von neun Produkten zwei die Höchstnote: Allianz („InvestFlex RF1GD mit ETF“) und Alte Leipziger Lebensversicherung („Alfonds FR15“). Hier betragen die Renditeminderungen für den 30-jährigen Musterkunden zwischen 1,34 und 2,63 Prozent.

Die Testmethode ist nach Angaben der Redaktion so zu finden: oekotest.de -> Suchen -> „M1711“ eingeben

Abschließend sprechen die Tester drei Empfehlungen aus:

Greifen Sie – wenn überhaupt – nur zu Policen mit kostengünstigem Versicherungsmantel. Bestücken Sie die Police ausschließlich mit kostengünstigen, leistungsstarken Fonds, vorzugsweise mit ETF.

Lassen Sie sich genau vorrechnen, was der Vertrag kostet. Kann der Anbieter die Kosten nicht in Euro und Cent beziffern – Finger weg von der Police.

Überlegen Sie, ob Sie den Versicherungsschutz wirklich brauchen. Kostengünstige Fondssparpläne sind oft die bessere Alternative.

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