Der Schriftzug der AOK an einem Gebäude: Die Ortskasse Baden Württemberg hat angekündigt, die Strafe zu akzeptieren. © picture alliance / SvenSimon | FrankHoermann/SVEN SIMON
  • Von Juliana Demski
  • 01.07.2020 um 12:40
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Der AOK Baden-Württemberg ist bei einem Gewinnspiel ein Datenschutzverstoß unterlaufen – Daten von mehr als 500 Teilnehmern seien zweckentfremdet worden, heißt es in einem Medienbericht. Nun muss die Krankenkasse ein Bußgeld in Höhe von rund 1,2 Millionen Euro zahlen.

Regelmäßig setzt die AOK Baden-Württemberg bei der Kundenakquise auf Gewinnspiele – und hat dabei nun gegen den Datenschutz verstoßen. Daten von mehr als 500 Teilnehmern soll die Ortskasse nach Informationen der „Süddeutschen Zeitung“ (SZ) ohne deren Zustimmung für Werbung genutzt haben. Die Folge: ein Bußgeld in Höhe von rund 1,2 Millionen Euro.

Laut der Zeitung ist das die höchste Summe, die im Südwesten je wegen eines Datenschutzfehlers fällig wurde. Das läge daran, dass die von der AOK geforderten Maßnahmen zum Datenschutz „nicht den gesetzlichen Anforderungen“ entsprochen haben, erklärte der oberste Datenschützer des Landes, Stefan Brink, gegenüber der SZ. Versichertendaten seien aber nicht betroffen gewesen.

Und obwohl die Krankenkasse innerhalb der kommenden zwei Wochen noch gegen den Bescheid vorgehen könnte, hat ein Sprecher laut SZ-Informationen bereits angekündigt, die Strafe wie sie ist zu akzeptieren. Die Finanzierung werde wohl über Einsparungen bei den Verwaltungskosten laufen. „Versicherungs- und Versorgungsleistungen sind davon in keiner Weise betroffen“, fügte der AOK-Sprecher hinzu.

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Juliana Demski

Juliana Demski ist Werksstudentin bei Pfefferminzia und unterstützt die Redaktion in der täglichen Berichterstattung.

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